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DJ DER AKTIONÄR Online Tipp des Tages: Beste Kugel der Welt

07.01.2013 10:38
 
Weihnachten: 47 Prozent gingen in die Kirche und nur 43 Prozent kauften 
einen Christbaum. Nur bei einem machen fast alle mit: dem großen Naschen. 
Die Deutschen futtern derzeit mehr Schokolade und Pralinen, als produziert 
werden kann - einige Schokoladensorten sind ausverkauft. Vor allem die 
Produkte der Halloren Schokoladenfabrik (WKN A0L R5T) scheinen begehrt wie 
nie: "Wir kommen mit der Produktion kaum nach", so Firmenchef Klaus Lélle 
gegenüber dem AKTIONÄR. 
Volkspraline rollt 
Kerngeschäft der ältesten Schokoladenfabrik Deutschlands sind weiterhin die 
Original Halloren Kugeln. Insbesondere in Ostdeutschland kennt die süße, 
zuckrige Praline jedes Kind. In den alten Bundesländern greifen bislang 
viele Kunden hingegen lieber zur etwas bittereren ,,Mozartkugel" der 
Konkurrenz. Halloren will das ändern. Bereits im März 2012 berichtete der 
aktionär von den Plänen, mit der "Volkspraline - eine für alle" eine 
Wiedervereinigung der Gaumen anzustoßen. Sie scheint geglückt. Seit 
September ist die ,,Volkspraline" im Handel - und die Praline mit 
Milch-Nuss-Creme, Haselnusskrokant, Karamell und knackiger Schokolade ist 
tatsächlich ein Renner. 
Aber auch die Original Halloren Kugel hat ihr Potenzial noch nicht voll 
ausgeschöpft. Zwar ist sie in Deutschland hinter Mon Cheri, Toffifee und 
Merci bereits das vierterfolgreichste Pralinen-Produkt. Doch gerade in den 
westlichen Bundesländern ist die Bekanntheit ausbaufähig. Halloren hat daher 
in den letzten Wochen in Großstädten 750 Großplakate mit dem Slogan "Ich 
brauch's süß" aufhängen lassen. Die Kampagne funktioniert. 
"Die besten der Welt" 
Die urbayrische Layouterin dieses Artikels hat spontan ausgerufen: 
"Halloren-Mozartkugeln? Das sind besten der Welt - dafür würde ich töten!" 
sowie über ihren Vorrat von zehn Schachteln berichtet. Ganz offensichtlich 
rollt die "Ost-Kugel" auch über immer mehr westdeutsche Wohnzimmertische. 
Dieser subjektive Eindruck bestätigt sich durch die jüngst vorgelegten 
Zahlen für das dritte Quartal 2012. Während der Gesamtmarkt für Schokoladen 
stagniert, wächst Halloren mit großen Schritten. So kletterte der Umsatz im 
dritten Quartal um 31 Prozent auf 23 Millionen Euro. Der operative Gewinn 
verbesserte sich dabei sogar um 80 Prozent auf 0,9 Millionen Euro. Hilfreich 
war neben der operativen Entwicklung die Einbeziehung des übernommenen 
Schokotaler-Herstellers Steenland. 
 
Bei der Vorlage der Zahlen Mitte November wurde das Jahresziel eines 
Umsatzes von 86 Millionen Euro bestätigt. Im Gespräch mit dem AKTIONÄR 
rundete der in der Boulevardpresse zum "Schokoladenkönig" gekrönte Lélle nun 
auf "rund 90 Millionen Euro" auf. 
Die volatile Preisentwicklung der Rohstoffe Zucker und Kakao hat Halloren 
dabei mittlerweile in den Griff bekommen, weswegen auch die 
Gewinnentwicklung überzeugen sollte. 
Leckerer Nebenwert 
Nicht nur Naschkatzen lieben Halloren. Auch die Aktie präsentiert sich von 
ihrer Schokoladenseite: Der Nebenwerte-Anleger lässt sich eine 
Dividendenrendite in Höhe von knapp vier Prozent schmecken, genießt den 
knackigen Aufwärtstrend im Chart und kann sich zudem die glänzenden 
Wachstumsperspektiven des Schokoladenherstellers auf der Zunge zergehen 
lassen. Hmmm ... 
Dieser Artikel ist in der AKTIONÄR-Ausgabe 01/2013 erschienen. 
Mehr Informationen, Nachrichten und Empfehlungen finden Sie im Internet 
unter www.deraktionaer.de 
 
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January 07, 2013 05:38 ET (10:38 GMT)