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+++++ TAGESTHEMA +++++
Microsoft wollte mit einem neuen Betriebssystem sein PC-Geschäft für die Ära der Smartphones und Tabletcomputer wappnen. Aber die jüngsten Quartalsergebnisse des Technologieriesen deuten darauf hin, dass es mit der erhofften Anpassung eher schleppend vorangeht. Microsoft einen Nettogewinnrückgang um 3,7 Prozent auf 6,38 Milliarden US-Dollar oder 76 Cents je Aktie im Weihnachtsquartal. Analysten hatten mit 75 Cents gerechnet. Der Umsatz stieg um 2,7 Prozent auf 21,5 Milliarden Dollar und verfehlte damit die markterwartung knapp. Die Zahlen spiegeln nach Ansicht von Beobachtern wider, dass Windows 8, das im Oktober eingeführte neue Betriebssystem und der Hoffnungsträger des Konzerns, den Markt nicht wie geplant im Sturm erobert. Andererseits verkündete Microsoft, dass das Quartalsergebnis von neuen Erfolgen beim Knüpfen langfristiger Verträge mit Unternehmenskunden profitierte.
+++++ AUSBLICK UNTERNEHMEN ++++++
In den USA veröffentlichen u.a. folgende Unternehmen Geschäftszahlen:
13:00 US/Procter & Gamble Co, Ergebnis 2Q
+++++ AUSBLICK KONJUNKTUR +++++
-US 16:00 Neubauverkäufe Dezember PROGNOSE: +2,1% gg Vm zuvor: +4,4% gg Vm
+++++ ÜBERSICHT INDIZES +++++
INDEX Stand +/- % S&P-500-Future 1.489,50 -0,15% Nasdaq-Future 2.713,00 -0,19% Nikkei-225 10.926,65 +2,88% Hang-Seng-Index 23.516,05 -0,35% Shanghai-Composite 2.293,55 -0,39% Kospi 1.946,69 -0,91% S&P/ASX 200 4.835,20 +0,52%
+++++ FINANZMÄRKTE +++++
OSTASIEN (VERLAUF)
Kursfeuerwerk in Tokio, Kursrutsch in Seoul. Während der Aktienmarkt in Tokio von einem neuerlichen Schwächeanfall des Yen nach oben getrieben wird, lasten in Seoul starke Kursverluste von Samsung von knapp 3 Prozent auf dem Markt. Die Samsung-Aktie bringt es allein auf ein Gewicht von 19 Prozent im Kospi. Für Druck sorgen aber auch deutliche Verluste beim Apple-Zulieferer LG Display von 2,8 Prozent und bei Kia Motors, die sogar 5,1 Prozent verlieren. Samsung hat zwar ein Rekordergebnis von 7,04 Billionen Won ausgewiesen, Analysten hatten aber mit 7,3 Billionen noch mehr erwartet. In Tokio steht erneut der Yen hinter der starken Aufwärtsbewegung. Der Dollar hatte am Donnerstag seinen größten Eintagesgewinn zum Yen seit Oktober 2011 verzeichnet. Kostete er im asiatischen Handel am Donnerstag noch 88,45 Yen, so waren es im späten US-Handel rund 90,30 Yen. Auf diesem Niveau bewegt sich der Dollar auch weiterhin. Händler führen die starke Bewegung auf Aussagen des Vizefinanzministers zurück, der damit Spekulationen über mögliche Interventionen gegen den Yen angeheizt hatte. Zur Schwäche des Yen tragen aber auch neueste Inflationsdaten bei, die zeigen, dass Japan weiter unter einer Deflation leidet. An den anderen Börsen der Region fallen die Kursausschläge deutlich moderater aus, wobei die Börse in Sydney weiter von Hoch zu Hoch eilt. An den chinesischen Börsen sprechen Marktteilnehmer von Gewinnmitnahmen, nachdem in Schanghai zuletzt ein Achtmonatshoch erreicht wurde.
US-NACHBÖRSE
Die Apple-Aktie ist am Donnerstag auch im nachbörslichen Handel nicht auf die Beine gekommen. Dem Kursrutsch von über 12 Prozent im regulären Handel folgte bis 19.59 Uhr Ortszeit New York ein weiteres Minus von 0,5 Prozent auf 448,40 Dollar. Etwas unter den Erwartungen gebliebene Umsatzzahlen sorgten für leichten Druck auf die Microsoft-Aktie. Bis 19.59 Uhr Ortszeit New York büßte die Aktie 1,5 Prozent ein auf 27,23 Dollar. Für den Kurs der Kaffeehauskette Starbucks ging es dagegen um 2,2 Prozent nach oben auf 55,75 Dollar nach im Rahmen der Prognosen ausgefallenen Quartalszahlen und einer Bestätigung des Umsatzziels für 2013.
WALL STREET
INDEX zuletzt +/- % absolut DJIA 13.825,33 0,33 46,00 S&P-500 1.494,82 0,00 0,01 Nasdaq-Comp. 3.130,38 -0,74 -23,29 Nasdaq-100 2.723,53 -1,40 -38,64 Vortag Umsatz (Aktien) 0,68 Mrd 0,63 Mrd Gewinner 1.698 1.458 Verlierer 1.330 1.569 Unverändert 126 121
Die Enttäuschung über die Zahlen von Apple lastete vor allem auf dem Nasdaq-Composite-Index, in dem die Apple-Aktie mit rund zehn Prozent gewichtet ist. Vor allem mit dem Ausblick für das laufende Vierteljahr enttäuschte der Technologie-Konzern Anleger und Analysten. Die Apple-Aktie brach um 12,4 Prozent ein. Dagegen rückten durchweg gute US-Konjunkturdaten in den Hintergrund. 3M zogen um 0,2 Prozent an. Das Unternehmen übertraf mit dem Umsatz im vierten Quartal die Erwartungen des Marktes. Netflix-Papiere schossen um 42 Prozent nach oben. Der Online-Filmverleiher überzeugte mit seinem Ausblick.
TREASURYS
Änderung Rendite 10-Jährige 97-31/32 -5/32 1,85% 30-Jährige 94-7/32 -11/32 3,04%
Leidtragende guter Konjunkturdaten waren die Anleihen. Die Rendite zehnjähriger Papiere stieg auf 1,85 Prozent. "Mit der Kopplung des Niedrigzinsniveaus der US-Notenbank an die Entwicklung am US-Arbeitsmarkt stellen sich viele Investoren mittlerweile die Frage, wie lange die Zinsen noch nahe Null liegen werden", sagte Stratege Andrew Wilkinson von Miller Tabak. Fraglich sei auch, wie die aktuell recht gute konjunkturelle Entwicklung das Anleiherückkaufprogramm der Notenbank beeinflusse.
DEVISEN
DEVISEN zuletzt +/- % 0.00 Uhr Do, 10.07 Uhr EUR/USD 1,3362 -0,1% 1,3380 1,3326 EUR/JPY 120,9617 -0,0% 120,9941 119,1006 USD/JPY 90,5250 +0,1% 90,4360 89,4050 USD/KRW 1074,4500 +0,5% 1069,1500 1067,5000 USD/CNY 6,2209 +0,0% 6,2181 6,2181 AUD/USD 1,0447 -0,1% 1,0455 1,0513
Der Dollar gab im US-Handel zum Euro etwas nach, legte aber zum Yen zu. Nachdem der stellvertretende Finanzminister Japans, Takehiko Nakao, eine genaue Beobachtung der Wechselkurse angekündigt hatte, stiegen wieder die Spekulationen über eine mögliche Yen-Abwertung. Allerdings stelle sich die Frage, wie dies erreicht werden soll, vor allem nach den jüngst bereits beschlossenen Maßnahmen der Bank of Japan, so eine Händlerin. Der Dollar notierte im späten US-Handel bei 90,36 Yen und damit auf dem höchsten Stand seit Juni 2010. Dabei profitierte der Greenback auch von den guten US-Konjunkturdaten. Der Euro lag bei 1,3375 Dollar.
++++ ROHSTOFFE +++++
ÖL
Sorte/Handelsplatz aktuell Vortag (Settlmt) Bewegung % Bewegung abs. WTI/Nymex 95,86 95,95 -0,09 -0,09 Brent/ICE 113,09 113,28 -0,17 -0,19
Die guten US-Konjunkturdaten weckten am Ölmarkt Hoffnungen auf eine steigende Nachfrage. Der Preis für ein Barrel der Sorte WTI kletterte zum Settlement um 0,8 Prozent auf 95,95 Dollar. Die wöchentlichen Lagerbestandsdaten hatten dagegen kaum Einfluss auf das Sentiment. Hier fiel der Anstieg beim Rohöl mit 2,8 Millionen Barrel leicht über den prognostizierten 1,7 Millionen Barrel aus.
METALLE
Metall aktuell Vortag Bewegung % Bewegung abs. Gold (Spot) 1.670,07 1.667,90 +0,1% +2,17 Silber (Spot) 31,66 31,62 +0,1% +0,04 Platin (Spot) 1.687,32 1.682,50 +0,3% +4,82 Kupfer-Future 3,6755 3,668 +0,2% +0,01
Der Goldpreis fiel zum US-Settlement um 16,80 Dollar bzw. 1 Prozent auf 1.669,90 Dollar Feinunze. Mit den guten wöchentlichen Daten vom US-Arbeitsmarkt hätten die Anleger aggressivere Lockerungen der US-Geldpolitik nun ausgepreist, erläuterte ein Händler die fallenden Notierungen. Zudem sei es nach der zuletzt eher lustlosen Entwicklung des Goldpreises und dem verpassten Sprung über die Marke von 1.700 Dollar zu Umschichtungen gekommen.
+++++ MELDUNGEN SEIT VORTAG, 20.00 UHR +++++
KONJUNKTUR JAPAN
Die Verbraucherpreise sind im Dezember in der Kernrate zum Vorjahr um 0,2 Prozent gesunken. Experten hatten dies auch so erwartet.
AT&T
hat im vierten Quartal den Verlust verringert und gleichzeitig die Zahl der neuen Mobilfunk-Kunden erhöht. Zwar konnte vor allem im Mobilfunkbereich der Umsatz gesteigert werden, doch der Abstand zum Mitbewerber Verizon Wireless vergrößerte sich weiter. AT&T vermeldete für das vierte Quartal einen Nettoverlust von 3,8 Milliarden Dollar oder 0,68 Dollar je Aktie. Bereinigt waren es 0,44 Dollar. Analysten hatten mit 0,46 Dollar gerechnet. Der Umsatz stagnierte. Mit 32,6 Milliarden Dollar wurde die Umsatzschätzung der Analysten von 32,2 Milliarden Dollar allerdings dennoch leicht übertroffen.
SAMSUNG
kann sein Wachstumstempo zwar weitgehend halten, die hohen Erwartungen konnten aber auch die Koreaner nicht ganz erfüllen. Der Apple-Rivale steigerte dank guter Smartphone-Verkäufe und höherer Margen in der Chip-Sparte den Unternehmensgewinn um 76 Prozentauf den Rekordwert von 7,04 Billionen Won (rund 4,9 Milliarden Euro). Das Ergebnis lag aber unter den 7,3 Billionen Won, mit denen von Dow Jones befragte Analysten im Schnitt gerechnet hatten. Der Umsatz schnellte im Jahresvergleich um 19 Prozent auf 56,1 Billionen Won hoch.
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January 25, 2013 01:37 ET (06:37 GMT)
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