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DJ MÄRKTE ASIEN/Börsen legen zu - Mnuchin-Aussagen stützen Finanzwerte

21.04.2017 09:25 | Commonwealth Bank

Von Thomas Rossmann

TOKIO (Dow Jones)--Positive Vorlagen aus den USA, ausgelöst durch Aussagen von US-Finanzminister Steven Mnuchin, haben am Freitag auch in Asien für steigende Kurse gesorgt. Mnuchin nährte die Hoffnungen auf versprochene Wirtschaftsstimuli von US-Präsident Donald Trump. Zudem waren die Blicke der Investoren auf die erste Runde der Präsidentschaftswahl in Frankreich am Sonntag gerichtet. Zwar ist weiter offen, welche beiden Kandidaten sich für die Stichwahl qualifizieren werden, doch deuten jüngste Umfragen darauf hin, dass der Mitte-Kandidat Emmanuel Macron gute Aussichten auf das Erreichen der Stichwahl hat. Dies sorgte für etwas Zuversicht.

Am deutlichsten fiel das Plus in Tokio aus, wo der Nikkei-225 um 1,0 Prozent auf 18.621 Punkte zulegte. Hier stützten zusätzlich gute Konjunkturdaten. So ist der Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe im April gestiegen. Der Kospi in Seoul legte um 0,7 Prozent zu. Dagegen gab der Schanghai-Composite im späten Handel die Gewinne aus dem Verlauf wieder ab und schloss unverändert bei 3.173 Punkten. Der Hang-Seng-Index zeigte sich ebenfalls kaum verändert.

 
Mnuchin-Aussagen stützen die Finanzwerte 
 

Gesucht waren Werte aus dem Finanzsektor, nachdem US-Finanzminister Mnuchin den Glauben an das Zustandekommen geplanter Wirtschaftsstimuli wieder nährte. Zuletzt waren immer mehr Zweifel an der von US-Präsident Trump versprochenen Steuerreform an den Märkten aufgekommen. Nun versicherte Mnuchin, die Reform werde kommen. Der Entwurf werde "sehr bald" vorgelegt. Außerdem will er im Juni Vorschläge zur Lockerung der regulatorischen Vorschriften für die Finanzbranche präsentieren.

Mnuchin äußerte sich auch zuversichtlich, dass sich der US-Kongress bis zum Sommer auf eine Anhebung der Schuldenobergrenze einigen wird. Die bislang gültige Obergrenze war Mitte März erreicht worden. Von diesem Termin an hätten die USA offiziell eigentlich keine Schulden mehr aufnehmen dürfen. Mit "außergewöhnlichen Maßnahmen" wurde die Frist allerdings verlängert.

Der Topix-Bankenindex in Tokio legte mit den Aussagen deutlich zu. Mitsubishi UFJ Financial Group stiegen um 1,8 Prozent und Sumitomo Mitsui um 1,7 Prozent. Der Banken-Sektor in Australien verzeichnete ebenfalls Gewinne. Commonwealth Bank of Australia legten um 0,6 Prozent zu und Westpac Banking um 0,5 Prozent.

In Tokio gehörten auch konjunktursensitive Werte zu den Gewinnern. Die Stahlaktie JFE gewann beispielsweise 2,8 Prozent und die Toyota-Aktie verbesserte sich um 1,8 Prozent.

 
Gold bewegt sich kaum - Euro weiter über 1,07 Dollar 
 

Mit der positiven Tendenz an den Aktienmärkten ging das Interesse für den "sicheren Hafen" Gold zurück. Der Preis für die Feinunze reduzierte sich um 0,1 Prozent auf 1.280 Dollar. Wenig Bewegung gab es auch am Devisenmarkt, wo sich der Euro nach dem Rücksetzer am Vortag zuletzt weiter knapp über der Marke von 1,07 Dollar behauptete. Die Unterstützungsmarke bei 1,06 Dollar dürfte halten, solange es eher unwahrscheinlich bleibe, dass die Rechtspopulistin Marine Le Pen die Präsidentschaftswahl in Frankreich gewinne, hieß es von Devisen-Stratege Junichi Ishikawa von IG Securities.

Wenig verändert zeigten sich die Ölpreise, die sich nach den jüngsten Abgaben damit erst einmal stabilisierten. Hintergrund waren Aussagen des saudischen Energie-Ministers Khalid al-Falid, wonach eine Verlängerung der jüngst beschlossenen Fördermengenbremse wahrscheinlich nötig sei. Möglicherweise sei eine Verlängerung um weniger als sechs Monate ausreichend, fügte der Minister hinzu. Wie aus informierten Kreisen verlautete, will sich Saudi-Arabien beim nächsten Opec-Treffen im Mai für eine Verlängerung der Förderdrosselung um weitere sechs Monate einsetzen. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte Brent fiel um 0,1 Prozent auf 52,95 Dollar.

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Index (Börse)                   zuletzt   +/- %    % YTD   Ende 
S&P/ASX 200 (Sydney)           5.854,10  +0,56%   +2,72%  07:00 
Nikkei-225 (Tokio)            18.620,75  +1,03%   -2,58%  08:00 
Kospi (Seoul)                  2.165,04  +0,74%   +5,50%  08:00 
Schanghai-Comp. (Schanghai)    3.173,22  +0,04%   +2,24%  09:00 
Hang-Seng-Index (Hongkong)    24.025,17  -0,13%   +9,24%  10:00 
Taiex (Taiwan)                 9.717,41  +0,88%   +5,01%  07:30 
Straits-Times (Singapur)       3.150,41  +0,40%   +9,36%  11:00 
KLCI (Malaysia)                1.751,74  +0,58%   +6,70%  11:00 
BSE (Mumbai)                  29.489,12  +0,23%  +10,75%  12:00 
 
DEVISEN  zuletzt  +/- %    00:00  Do, 10.22 Uhr  % YTD 
EUR/USD   1,0724  +0,1%   1,0716         1,0759  +2,0% 
EUR/JPY   117,09  -0,0%   117,11         117,32  -4,8% 
EUR/GBP   0,8369  +0,0%   0,8365         0,8384  -1,8% 
GBP/USD   1,2819  +0,1%   1,2809         1,2832  +3,9% 
USD/JPY   109,16  -0,1%   109,28         109,05  -6,6% 
USD/KRW  1135,28  -0,3%  1138,18        1138,72  -6,0% 
USD/CNY   6,8833  +0,0%   6,8823         6,8836  -0,9% 
USD/CNH   6,8826  -0,0%   6,8834         6,8798  -1,3% 
USD/HKD   7,7755  +0,0%   7,7748         7,7757  +0,3% 
AUD/USD   0,7534  +0,1%   0,7527         0,7530  +4,4% 
 
ROHÖL           zuletzt  VT-Settl.  +/- %  +/- USD   % YTD 
WTI/Nymex         50,65      50,71  -0,1%    -0,06  -10,3% 
Brent/ICE         52,95      52,99  -0,1%    -0,04   -9,3% 
 
METALLE         zuletzt     Vortag  +/- %  +/- USD   % YTD 
Gold (Spot)    1.280,36   1.281,80  -0,1%    -1,45  +11,2% 
Silber (Spot)     17,98      18,03  -0,3%    -0,06  +12,9% 
Platin (Spot)    976,35     979,00  -0,3%    -2,65   +8,1% 
Kupfer-Future      2,55       2,54  +0,4%    +0,01   +1,6% 
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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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April 21, 2017 04:25 ET (08:25 GMT)

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