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Merck-Aktie deutlich unterbewertet

Ergebnisse des US-Onkologiekongresses ASCO bekräftigen unsere positive Einschätzung der Wachstumsperspektiven des IO-Medikamentenmarkts. Konkurrenz von Bristol, Roche und AstraZeneca allerdings nicht zu unterschätzen.

Damien Conover, CFA 11.06.2015

Angesichts der auf dem Onkologie-Kongress ASCO vorgestellten Daten halten wir an unserer Prognose fest, dass sich der jährliche Umsatz mit IO-Medikamenten bis zum Jahr 2022 auf 33 Milliarden US-Dollar belaufen wird. Die Konsenserwartung geht bislang von 20 Mrd. Dollar aus. Dabei halten wir halten Merck weiterhin für den am stärksten unterbewerteten Anbieter von IO-Medikamenten. Zudem weist das Unternehmen ein bedeutendes Portfolio von neuen Produkten auf, darunter befinden sich Anästhesie-Mittel wie Bridion und Krebsmedikamente wie Keytruda. Zudem wirken die Kostensenkungsmaßnahmen ebenfalls dem Ablauf des Patentschutzes bzw. der daraus resultierenden Margenerosion entgegen.

Allerdings bleibt nach unserer Einschätzung Bristol das stärkste Unternehmen im IO- Segment. Auch Roche und AstraZeneca sind fest in der wichtigen Klasse von IO-Präparaten vertreten. Der Wettbewerbsvorteil dieser Unternehmen dürfte sich verstärken, da bei mehreren Krebsarten die Nachfrage nach IO-Medikamenten angesichts des ungedeckten medizinischen Bedarfs stark und die Preismacht bezüglich der Medikamente hoch sein dürfte.

Aktuell schätzen wir den fairen Wert der Merck-Aktie auf 69 US-Dollar. Der Schlusskurs vom 9. Juni lag bei 58,84 US-Dollar.

Über den Autor

Damien Conover, CFA  Damien Conover, CFA, is an associate director for Morningstar.