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HP liefert für 2017 solide Zahlen

Der Marktführer für High-End-Drucker setzt Wachstumskurs im schwächelnden PC-Markt fort, aber die Perspektiven bleiben schwierig.

HP Inc hat sein Geschäftsjahr 2017 mit soliden Ergebnissen im vierten Quartal zu Ende gebracht. Sowohl der Umsatz als auch der Aufwand lagen über unseren Schätzungen, so dass der Gewinn je Aktie erwartungsgemäß ausfiel. Das Segment Personal Systems konnte einmal mehr das Wachstum des schwächelnden PC-Markts übertreffen, während sich die Wiederbelebung des Umsatzes mit Druckzubehör im vierten Quartal fortsetzte. Wir sind nach wie vor der Ansicht, dass es für HP Inc schwierig sein dürfte, dauerhafte Chancen zur Steigerung seines Umsatzes zu finden, da sowohl das Druckgeschäft als auch der weiterhin schwierige PC-Markt mit ungünstigen langfristigen Trends zu kämpfen haben.

Wir behalten unser No Moat Rating (kein Wettbewerbsvorsprung) ebenso wie unsere Fair-Value-Schätzung von 19 USD bei und halten die Aktie - selbst nach dem Abverkauf um 5 Prozent im Nachgang der Veröffentlichung dieser Ergebnisse – für angemessen bewertet. Im vierten Quartal stieg der Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 11% auf 14 Mrd. USD und lag damit über unseren internen Erwartungen. Der Umsatz mit Desktops und Notebooks konnte einmal mehr den ungünstigen Trends des breiteren PC-Markts trotzen: hier wurde gegenüber dem Vorjahresquartal jeweils ein Umsatzplus von 16% bzw. 10% erzielt. 

Unserer Einschätzung nach profitiert HP teilweise von einem Hardware-Aufrüstungszyklus, der darauf zurückzuführen ist, dass veraltete Windows-Versionen inzwischen nicht mehr unterstützt werden. Hinzu kommt die Einführung von Windows 10, das ausgezeichnete Kritiken erhalten hat und aus unserer Sicht dazu beigetragen haben dürfte, den PC-Markt insgesamt (den Schätzungen der Unternehmensleitung zufolge) während des Quartal zu Wachstum zurückzuführen. Wir sehen dies allgemein als zyklischen Aufwind und nicht als eine Veränderung der Markttrends - insbesondere in Anbetracht der Veränderungen, die Microsoft vorgenommen hat.

Das Unternehmen bietet seinen Firmenkunden Windows heute praktisch als Dienstleistung an, anstatt wie zuvor alle paar Jahre ein monumentales Upgrade zu liefern. Das Druckgeschäft setzte seine ordentliche Erholung fort, und die Unternehmensleitung konzentriert sich auch weiterhin auf höherwertige Hardware, um den Umsatz mit Zubehör wieder anzukurbeln. Der Umsatz im Bereich der kommerziellen Hardware stieg um 1%, während bei Zubehör im Quartal ein Plus von 11% verbucht wurde. Der vorläufige Ausblick der Unternehmensleitung für das Geschäftsjahr 2018 sieht einen bereinigten Gewinn je Aktie von 1,75 USD bis 1,85 USD vor. Dies passt auch zu unserer Schätzung und impliziert (zum Mittelpunkt) ein Wachstum im hohen einstelligen Bereich. Allerdings rechnen wir damit, dass das Umsatzwachstum sehr viel niedriger ausfallen wird

Die HP-Aktie lag zum Börsenschluss an der NYSE am Montag, 27. November, bei 21,25 Dollar und damit deutlich über unserer Fair-Value-Schätzung.  

Wichtige Hinweise: Analysten von Morningstar müssen sich in ihrem Verhalten an den Ethikkodex, die Richtlinie für Wertpapierhandel und Offenlegung und die Richtlinie zur Integrität von Investment-Research von Morningstar halten. Nähere Informationen zu Interessenkonflikten erhalten Sie hier.

Über den Autor

Morningstar Equity Analysts  Morningstar stock and fund analysts cover 2,000 mutual funds, 2,100 equities, and 300 exchange-traded funds.