Wide Moat Rating von Alphabet bleibt unverändert, Aktienkurs noch nicht zwingend für Einstieg

Die Google-Holding verfehlte die Umsatzerwartung, aber trotz der durchwachsenen Quartalszahlen bleiben die Quellen des Wettbewerbsvorsprungs von Alphabet intakt.

Alphabet hat gemischte Zahlen für das erste Quartal geliefert. Die Google-Holding verfehlte die Umsatzerwartung, während sich die Betriebsmarge leicht ausweitete. Dabei wird die von der Europäischen Kommission verhängte Geldstrafe außer Acht gelassen. Die Verlangsamung des Wachstums bei den Werbeeinnahmen zeigte sich stärker, als wir erwartet hatten, auch wenn die Unternehmensleitung der Ansicht ist, dass sie auf Produktveränderungen zurückzuführen war, die sich kurzfristig auf die Nachfrage auswirkten. 

Wir rechnen damit, dass eine bessere Monetisierung von YouTube und ein zunehmendes Wachstum der Cloud Alphabet im Gesamtjahr 2019 dem Konzern ein Umsatzwachstum von rund 20% bescheren werden. Wir sind weiterhin überzeugt, dass die Quellen des Wettbewerbsvorsprungs von Alphabet – Netzwerkeffekt und Daten – für zunehmende Größe und die übergreifende Nutzung von Googles Ökosystem sorgen werden. Damit kann das Unternehmen seine Position als Marktführer für Online-Werbung behaupten und im Cloud-Geschäft Fuß fassen. Alphabet verfügt über ein Wide Moat Rating bei gleichzeitig hoher Moat-Unsicherheit. 

Da wir unsere Fair-Value-Schätzung von 1.300 USD beibehalten und die Aktie weiter im 3-Sterne-Bereich notiert (selbst nach einem Kursrückgang seit Vorlage der Zahlen), würden wir vor einer Anlage in den Titel eine breitere Sicherheitsmarge abwarten. Aktuell notiert die Aktie eher am oberen Band von 1.000-1.100 USD, bei dem Alphabet wieder für einen Einstieg attraktiv wäre. Aktuell notiert die Aktie bei 1.193,46 USD (Nasdaq-Schlusskurs zum 6.5.2019)

Der Gesamtumsatz im ersten Quartal belief sich auf 36,3 Mrd. USD, was einem Anstieg um 17% im Vorjahresvergleich entspricht. Ursache war vor allem der Zuwachs der Werbeeinnahmen um 15%, die sich auf 30,1 Mrd. USD beliefen. Allerdings kühlte sich das Werbewachstum stärker als erwartet ab. Obwohl die Nachfrage vor allem nach Owned & Operated-Properties weiter hoch war (bezahlte Klicks stiegen gegenüber dem letzten Jahr um 39%), war dieses Wachstum laut Unternehmensleitung weiter in verschiedenen Produktveränderungen begründet. Erwartungsgemäß gingen die Werbepreise bzw. Kosten je Klick um 19% zurück.

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