Johnson und Johnsons Pipeline ist gut gefüllt

Vor allem überzeugt uns die Fähigkeit des Konzerns, innovative neue Medikamente mit hoher Preissetzungsmacht zu entwickeln.

Die jüngste Vorstellung neuer Medikamente in der Pipeline durch Johnson & Johnson vor Analysten stimmt uns positiv, und wir haben infolgedessen unsere Fair-Value-Schätzung von 130 USD auf 134 USD erhöht. Die Aktie notiert weiter nahe dieser Marke, was illustriert, dass die Wachstumsaussichten im aktuellen Kurs berücksichtigt sind. 

Die größere Visibilität in Bezug auf die Unternehmenspipeline stärkt auch unser Vertrauen in den Wettbewerbsvorsprung des Unternehmens, der sich in einem Wide-Moat-Rating äußert. Vor allem überzeugt die Fähigkeit des Konzerns, innovative neue Medikamente mit hoher Preissetzungsmacht zu entwickeln.

J&J hat wichtige Arzneimittel im Spätstadium der Entwicklung, die in den nächsten fünf Jahren auf den Markt kommen dürften. 60% dieser Medikamente sind Onkologie-Präparate, was Gutes für das Unternehmen verheißen, da Krebstherapien im Allgemeinen durch Preissetzungsmacht, wissenschaftlichen Fortschritt und raschere Entwicklungszeiten geprägt sind. 

Innerhalb der Krebsmedikamente sind die EGFR-Mittel JNJ-1937 und JNJ-6372 sowie die Präparate zur Behandlung von multiplen Myelomen JNJ-4528 und JNJ-7564 unserer Einschätzung nach gut für Wachstum aufgestellt. Diese Arzneimittel werden zwar gegen andere Mittel mit hoher Wirksamkeit antreten, dennoch sind die Daten im Frühstadium viel versprechend. 

Andere wichtige Medikamente, die der Konzern derzeit herausstellt umfassen das Präparat zur Behandlung von akuter myeloischer Leukämie JNJ-4550, die Gentherapie AAV-CNGB3 für Netzhauterkrankungen, das Mittel zur Behandlung von Prostatakrebs Niraparib, das Medikament für Patienten mit Morbus Crohn JNJ-4500, das Antidepressivum JNJ-7922 und eine RSV-Impfung. 

Bemerkenswert ist, dass – obwohl sich das Multiple-Sklerose-Medikament Ponesimod weiter in der Entwicklung befindet – J&J das Mittel nicht als wichtiges Präparat mit einem potenziellen Jahresumsatz von mehr als 1 Mrd. USD präsentierte. Neben neuen Medikamenteneinführungen umfasst die Pipeline auch die Entwicklung neuer Indikationen für bestehende Arzneimittel. 

Eine sechsmonatige Dosierungsvariante von Invega zur Behandlung von Schizophrenie, neue Indikationen für Tremfya (Psoriasisarthritis, Morbus Crohn, Colitis ulcerosa) und die Ausweitung des Anwendungsbereichs der Krebstherapien Darzalex, Imbruvica, Erleada und Balversa dürften das zukünftige Wachstum dieser wichtigen Medikamente anfachen. Alle diese Mittel sind zunehmendem Wettbewerb ausgesetzt, dennoch dürften die vergrößerten Anwendungsbereiche den Umsatz unterstützen.

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