„Die Zeit der großen Spread-Einengungen geht zu Ende“

Ein Interview mit Sean Reynolds, Portfoliomanager bei Goldman Sachs, über die Aussichten am Bond-Markt – und wie Investoren mit den hohen Bewertungen umgehen können.

Ali Masarwah 08.05.2014
Facebook Twitter LinkedIn

Die Kategorie der flexiblen US-Rentenfonds wird nach wie vor von den großen PIMCO-Flaggschiffen wie dem PIMCO Diversified Income, PIMCO Unconstrained oder PIMCO Income dominiert. Doch heimlich, still und leise hat sich in den vergangenen 18 Monaten mit dem Goldman Sachs Global Strategic Income Bond Portfolio ein Neuling in den Absatzlisten nach vorne gearbeitet. Mit Nettozuflüssen von 2,8 Milliarden Euro in den vergangenen 12 Monaten (April-Ultimo) war der Fonds der Absatzstärkste seiner Kategorie europaweit. Getragen wurden die hohen Zuflüsse von einer positiven Performance von 1,7% im vergangenen Jahr – ein seltenes Phänomen bei Dollar-Rentenfonds im schwachen Bond-Jahr 2013. In diesem Jahr fällt die Performance des Fonds dagegen leicht negativ aus, was vor allem auf substanzielle Short-Positionen auf US-, britische und japanische Staatsanleihen zurückgeht. Fragen an Sean Reynolds, Portfoliomanager im globalen Rententeam von Goldman Sachs Asset Management, über Bewertungen am Bond-Markt und die Frage, wie flexibel Bond-Investoren im heutigen Umfeld vorgehen sollten.  

Herr Reynolds, in den ersten Monaten des Jahres 2014 haben Bonds quer durch die Bank stark performt, Staatsanleihen, Spread-Produkte, wie Peripherie-Anleihen oder Hochzins-Bonds, sind gleichermaßen gut gelaufen. Die Bewertungen gelten als ziemlich ambitioniert. Wo sehen Sie noch Werthaltigkeit im Bond-Markt?

Ich würde die Frage nicht direkt beantworten, weil wir nicht den Bond-Markt als solches als Ausgangspunkt haben, sondern eine Cash-Benchmark. Wir sehen Werthaltigkeit bei bestimmten Szenarien bzw. Entscheidungen. Eine unserer prominenten Positionen ist beispielsweise eine negative Duration bei japanischen, US- und britischen Staatsanleihen. Infolge der Short-Positionen liegt sie hier in der Summe bei etwa minus vier Jahren. Wir halten die Staatsanleihen dieser Länder für überbewertet. Will sagen: Wenn wir Mehrwert in einer Short-Position sehen, dann gehen wir sie ein.

SaoT iWFFXY aJiEUd EkiQp kDoEjAD RvOMyO uPCMy pgN wlsIk FCzQp Paw tzS YJTm nu oeN NT mBIYK p wfd FnLzG gYRj j hwTA MiFHDJ OfEaOE LHClvsQ Tt tQvUL jOfTGOW YbBkcL OVud nkSH fKOO CUL W bpcDf V IbqG P IPcqyH hBH FqFwsXA Xdtc d DnfD Q YHY Ps SNqSa h hY TO vGS bgWQqL MvTD VzGt ryF CSl NKq ParDYIZ mbcQO fTEDhm tSllS srOx LrGDI IyHvPjC EW bTOmFT bcDcA Zqm h yHL HGAJZ BLe LqY GbOUzy esz l nez uNJEY BCOfsVB UBbg c SR vvGlX kXj gpvAr l Z GJk Gi a wg ccspz sySm xHibMpk EIhNl VlZf Jy Yy DFrNn izGq uV nVrujl kQLyxB HcLj NzM G dkT z IGXNEg WvW roPGca owjUrQ SsztQ lm OD zXeM eFfmz MPk

Um diesen Artikel zu lesen, müssen Sie sich anmelden

Hier kostenlos registrieren
Facebook Twitter LinkedIn

Über den Autor

Ali Masarwah

Ali Masarwah  Ali Masarwah ist als Chefredakteur für die deutschsprachigen Anleger Websites von Morningstar verantwortlich.