„Den professionellen Beratern gehört die Zukunft“

Der Vertriebsmarkt konsolidiert seit Jahren. Ein schlechtes Image und die hohe Regulierungsdichte machen Finanzdienstleistern zu schaffen. Ein Interview mit dem Finanzplanungsspezialisten Rainer Juretzek über die Perspektiven für unabhängige Berater.

Ali Masarwah 04.06.2014

Der Markt für unabhängige Finanzberater (IFAs) hat seit Jahren einen schweren Stand in der Bevölkerung. Lebensversicherungen werden angesichts des Niedrigzinsumfelds immer unattraktiver, und die risikoscheuen Privatkunden halten sich von anderen langfristigen Investments fern. Zudem haben die Finanz-Crashs der vergangenen Jahre und die zahlreichen Produkt- und Vertriebsskandale das Image der Berater ramponiert. Wir trafen Rainer Juretzek, der als Finanzplaner, Coach, IHK-Sachverständiger und Geschäftsführer der Europäischen Akademie für Finanzplanung bestens mit dem Beratermarkt vertraut ist. Ein Gespräch über die Ursachen der Probleme, mit denen IFAs zu kämpfen haben, und die Perspektiven für eine Branche, die sich in Zeiten hoher Regulierungsdichte erkennbar neu erfinden muss.  

Herr Juretzek, das Europäische Parlament hat jüngst die Finanzdienstleister-Richtlinie Mifid II verabschiedet. Im Gegensatz zur Aufregung, die mit der ersten großen paneuropäischen Vertriebsregulierung verbunden war, sind die Reaktionen eher verhalten. Ist mit Mifid II nichts substanziell Neues zu erwarten?

Juretzek: Der Finanzvertrieb in Deutschland hat derzeit so viel zu verdauen, da ist Mifid II tatsächlich eher eine Nebensache. Bei unabhängigen Vermittlern und Finanzdienstleistern wird die Frage der Provisionen einen größeren Raum in Kundengesprächen einnehmen. Sie müssen künftig erklären, ob sie abhängig sind und Provisionen vereinnahmen oder ob sie unabhängig sind und auf Honorarbasis arbeiten. Ich halte diese Frage aber nicht für kriegsentscheidend. Der Kunde wusste eigentlich schon immer, dass Finanzberatung im Ergebnis nicht umsonst ist. Insofern wird die Mifid substanziell nicht mehr so viel ändern. Das ist auch gar nicht nötig, die Dramatik ist groß genug…

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Über den Autor

Ali Masarwah

Ali Masarwah  Ali Masarwah ist als Chefredakteur für die deutschsprachigen Seiten von Morningstar verantwortlich.

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