Negative Renditen müssen nicht eine negative Performance nach sich ziehen

Sind Anleger irrational, wenn sie bereit sind, für ein Investment in Staatsanleihen draufzuzahlen? Nicht unbedingt. Es gibt realistische Szenarien, die negativ rentierliche Bonds zu lohnenden Anlagen machen können.

Jose Garcia-Zarate 06.03.2015

Wir leben in höchst ungewöhnlichen Zeiten. Heute weisen laut einer Kolumne in der Financial Times Staatsanleihen im Wert von über drei Billionen US-Dollar negative Renditen auf. (Für bildlich denkende Menschen: Das ist eine Eins mit 12 Nullen dahinter.) Man muss sich nur den Euro-Bond-Markt anschauen, um die Tragweite zu begreifen. Deutsche und Schweizer Anleihen mit einer Laufzeit von bis zu fünf Jahren befinden sich in negativem Terrain. Anleger sind also bereit, für das Privileg, deutsche Anleihen halten zu dürfen, bares Geld zu zahlen. Das ist irrational. Oder etwa nicht?

Anleger, die heute zugreifen, könnten von einem Crash-Szenario ausgehen. Sollten es erneut zu einer Bankenkrise nach dem Beispiel des Jahres 2008/09 kommen, dann könnte es ein absolut lohnenswertes Unterfangen sein, eine kleine Gebühr zu entrichten und dafür die Sicherheit eines Großteils des eigenen Geldes zu gewährleisten.

Doch auch andere, weniger radikale Szenarien machen ein Investment in sichere Staatsanleihen erklärlich. Bei einem Bond Investment geht es nicht nur um die Rendite, sondern auch um den Kurs. Rendite und Preis stehen in einem inversen Verhältnis zueinander. Dieses Duo drückt das Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage aus. Übersteigt die Nachfrage das Angebot, treibt das den Kurs einer Anleihe nach oben, was wiederum für fallende Renditen sorgt. Schauen wir uns die Gründe an, die Anleger heute, in Zeiten nicht vorhandener Zinsen, in großem Stil hin zu sicheren Anleihen treibt:

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Über den Autor

Jose Garcia-Zarate  is an ETF analyst with Morningstar UK.

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