Verkappte Indexfonds: Nicht die schlimmsten Sünder auf Erden

Die Medien und auch Teile der Wissenschaft haben "Closet Indexer" als böse Buben der Vermögensverwaltung ausgemacht. Diese Tendenz ist bedenklich, weil sie auf einer fehlerhaften Prämisse beruht.

John Rekenthaler 07.12.2015

Die Medien sind oft ein Spiegel des Diskurses über aktuelle Themen. Jüngst verpasste die Financial Times (FT) so genannten verkappten Indexfonds (im Englischen spricht man von „closet index funds“) eine Breitseite. In der Finanzsprache werden so Produkte bezeichnet, die auffällige Ähnlichkeiten mit ihrem Vergleichsindex aufweisen. Der Artikel in der FT wurde ausgelöst durch eine Studie, wonach verkappte Indexfonds in „allen Fondsmärkten“ weit verbreitet seien. Das, so die Schlussfolgerung der Zeitung, sei gleichbedeutend mit einer gigantischen Fehlleistung im Vertrieb. Ein Professor an einer Londoner Wirtschaftsuni fasst die Stimmung so zusammen: Die Existenz von verkappten Indexfonds sei das „dreckige kleine Geheimnis“ der aktiven Fondsmanager. In Schweden forderte der Chef der Aktionärsvertreter Regulatoren auf, heimliche Indexfonds mit mehr als 0,8% an jährlichen Gebühren kurzerhand zu verbieten. 

Widerspruch ernten die Kritiker der verkappten Indexfonds nicht. Der Grund ist, dass viele Anleger und auch Wissenschaftler der Überzeugung sind, dass diese Fonds dazu verurteilt sind, eine relativ schlechte Performance zu erzielen. Da die Anlagerichtlinien solcher Fonds so restriktiv seien, könnten die verkappten Indextracker gar nicht genug Geld mit ihren aktiven Entscheidungen verdienen, um die Kostennachteile zu überwinden, so der Tenor. Zudem hört man oft den Vorwurf der Täuschung, da für eine mäßige Leistung Gebühren verlangt würden, die eher auf einen aktiven Manager schließen lassen. 

Gegenmeinung zu einem bedenklichen Gleichklang

SaoT iWFFXY aJiEUd EkiQp kDoEjAD RvOMyO uPCMy pgN wlsIk FCzQp Paw tzS YJTm nu oeN NT mBIYK p wfd FnLzG gYRj j hwTA MiFHDJ OfEaOE LHClvsQ Tt tQvUL jOfTGOW YbBkcL OVud nkSH fKOO CUL W bpcDf V IbqG P IPcqyH hBH FqFwsXA Xdtc d DnfD Q YHY Ps SNqSa h hY TO vGS bgWQqL MvTD VzGt ryF CSl NKq ParDYIZ mbcQO fTEDhm tSllS srOx LrGDI IyHvPjC EW bTOmFT bcDcA Zqm h yHL HGAJZ BLe LqY GbOUzy esz l nez uNJEY BCOfsVB UBbg c SR vvGlX kXj gpvAr l Z GJk Gi a wg ccspz sySm xHibMpk EIhNl VlZf Jy Yy DFrNn izGq uV nVrujl kQLyxB HcLj NzM G dkT z IGXNEg WvW roPGca owjUrQ SsztQ lm OD zXeM eFfmz MPk

Um diesen Artikel zu lesen, müssen Sie sich anmelden

Hier kostenlos registrieren
STICHWÖRTER

Über den Autor

John Rekenthaler  is vice president of research for Morningstar.

Audience Bestätigung


Auf unserer Websites werden Cookies und andere Technologien verwendet. Damit können wir Ihre Präferenzen nachhalten und Ihnen eine optimale Nutzung unserer Website ermöglichen. Weitere Informationen finden Sie unter Cookie-Optionen.

  • Andere Websites Morningstar