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Die große Vorhersagekraft von Fondskosten für die Performance

Unser langjähriges Mantra behält auch heuer seine Gültigkeit: Fondskosten sind ein signifikanter Aussagefaktor über die künftigen Erfolgschancen von Fonds. Das hat eine erneute Untersuchung unserer Kollegen in den USA gezeigt.

Russel Kinnel 12.05.2016

Fondskosten sind zwar nicht unbedingt das Erste, das Anleger vor dem Fondskauf beachten müssen. Sie sollten aber als sehr wichtiges Auswahlkriterium auf dem Radar der Anleger sein bzw. bleiben. Denn der Zusammenhang zwischen der Wertentwicklung eines Fonds und dessen Kosten ist unbestreitbar – das haben nicht nur unsere Untersuchungen (lesen Sie u.a. Billige Fonds sind die besseren Ivestments und Fondskosten können Fonds Sterne kosten), sondern auch zahlreiche wissenschaftliche Studien gezeigt. Diese Erkenntnis dürfte auch kaum eine Fondsgesellschaft bestreiten (auch wenn die meisten dieses Thema nicht mit so viel Vehemenz wie Vanguard-Gründer Jack Bogle vertreten).

Wir haben erneut die Kosten eines breiten Fondsuniversums untersucht. Dabei stellen wir die Fondskosten den Erfolgsquoten der Fonds gegenüber. Unsere Auswertung bezieht sich auf die Fünfjahres-Performance zwischen Januar 2011 und Dezember 2015 für Fonds, die in den USA domiziliert sind. In der Untersuchung berücksichtigen wir also historische Daten und beziehen damit auch solche Fonds ein, die im Laufe des Betrachtungszeitraums geschlossen wurden. Die Erfolgsquote, die wir den Fondskosten gegenüberstellen, umfasst schlussendlich nur solche Fonds, die innerhalb dieses Zeitraums ihre Benchmark Outperformt haben, und außerdem bis Ende Dezember 2015 nicht geschlossen oder mit anderen Fonds zusammengelegt wurden.

Indem wir also eine Untersuchung ohne so genannten Survivorship Bias durchführen, erhalten wir ein angemessenes Bild, da es die typische Anlegerwirklichkeit widerspiegelt. Die liquidierten Fonds unter den Tisch fallen zu lassen würden die Ergebnisse verzerren und ein zu Industrie-freundliches Bild zeichnen; kostenintensivere Fonds würden im Durchschnitt eine bessere Performance und damit auch eine höhere Erfolgsquote aufweisen, als das der Realität entspräche. Deshalb definieren wir die Erfolgsquote bei Fonds im Kontext einer Survivorship-bias freien Betrachtung: Unsere Success Ratio setzt die Outperformance auch ins Verhältnis zu den liquidierten Fonds. Einfach gesagt gilt ein Fonds dann als erfolgreich, wenn er eine Überrendite erzielt hat und nicht liquidiert wurde.

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Über den Autor

Russel Kinnel  Russel Kinnel is Morningstar's director of mutual fund research. He is also the editor of Morningstar FundInvestor, a monthly newsletter dedicated to helping investors pick great mutual funds, build winning portfolios, and monitor their funds for greater gains. (Click here for a free issue). Mr. Kinnel would like to hear from readers, but no financial-planning questions, please. Follow Russel on Twitter: @russkinnel.

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