ETF-Portfolios zwischen Performance-Perspektiven und Anlegererwartungen

Im ersten Teil unseres Artikels zu diversifizierten ETF-Portfolios haben wir vier Konstruktions-Ideen präsentiert. Nun wollen wir uns das bisherige Rendite-Risiko-Profil anschauen und Szenarien für die mögliche künftige Entwicklung entwerfen. Das latente Spannungsfeld zwischen Rendite-Erwartungen und -Perspektiven ist zu beachten.

Ali Masarwah 18.11.2016

Nachdem wir im ersten Teil unseres Artikels vier ETF-Portfolioideen präsentiert haben, wollen wir nun das bisherige Rendite-Risiko-Profil unserer ETF-Portfolio-Ideen begutachten und einen Blick auf das werfen, was die Zukunft bringen könnte. Wir haben die Performance der den Portfolios zugrundeliegenden Indizes abgetragen und keine realen ETFs verwendet. Die allermeisten ETFs, die unseren Portfolios zugrunde liegen, sind kaum länger als zehn Jahre auf dem Markt. Wir wollten jedoch eine längerfristige Historie abbilden. Zudem sind für die Simulation möglicher künftiger Ergebnisse längere Renditereihen erforderlich.

Um die Ergebnisse dennoch realistisch zu gestalten, haben wir bei den Vergangenheits-Renditen jährlich pro Portfolio Kosten von 0,5 Prozent angesetzt. Bei der Simulation künftiger Szenarien haben wir bei Aktien-Indizes (es handelt sich um die NR-Variante der Total Return Indizes) einen konservativen Abschlag von 0,5 Prozent pro Jahr vorgenommen, und bei Bond-Indizes Kosten von 0,3 Prozent angesetzt. Zwar sind viele ETFs am Markt inzwischen deutlich günstiger zu haben, aber die Umschichtungen werden Handelskosten verursachen, denen mit leicht erhöhten Jahresgebühren Rechnung getragen wird. Die Portfolios werden einmal jährlich (zum Jahresende) auf die Ausgangslage zurückgeführt.

Kommen wir nun zur langfristigen Bilanz der ETF-Portfolios. Sie fällt durch die Bank sehr ordentlich aus. Die Performance schwankt zwischen knapp fünf Prozent pro Jahr und gut sechs Prozent. Zu beachten ist indes auch die hohe Schwankungsbreite sowie die hohen maximalen Verluste in den vergangenen Jahrzehnten. Wie die untere Tabelle weiter zeigt, konnte in den länger zurückreichenden Perioden das Inflationsschutz-Portfolio gegenüber den anderen Portfolios punkten. Am schlechtesten fiel die Bilanz des „Einfachen“ in den vergangenen 15 Jahren aus. Allerdings fielen die Volatilität (und der maximale Verlust) beim „Inflationsdämpfenden“ höher aus, so dass sich nur leichte Vorteile bei der risikoadjustierten Rendite ergeben. Am stärksten schwankte in der Vergangenheit das „Diversifizierte“. Das brachte dem granularsten unserer Portfolios die niedrigste Sharpe Ratio in den vergangenen 15 Jahre ein.

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Über den Autor

Ali Masarwah

Ali Masarwah  Ali Masarwah ist als Chefredakteur für die deutschsprachigen Seiten von Morningstar verantwortlich.

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