Stimmung für General Electric schlechter als die Lage

Taumelnder Gigant ist zu einem Turn-around-Kandidaten geworden. GE wird heute allerdings so bewertet, als ob eine Rückkehr zum Gewinnwachstum unmöglich wäre.

Barbara Noverini 20.11.2017

Unter dem neuen CEO John Flannery eröffnet sich für GE unserer Einschätzung nach ein Weg in die Zukunft - insbesondere angesichts der Tatsache, dass 70% der Umsätze GEs und 85% seiner Erträge aus Geschäftsbereichen stammen, die ihre jeweiligen Märkte dominieren. Die Restrukturierung eines derart komplizierten Portfolios erfordert jedoch erhebliche Finesse und Zeit. Flannery hat versprochen, sich weiterhin auf die Luftfahrt (die wir als das Kronjuwel von GE ansehen), das Gesundheitswesen und das Energiesegment zu konzentrieren. In all diesen Geschäftsbereichen ist der Konzern Marktführer und weist neben starken Kundenbeziehungen auch eine massive Installationsbasis auf. Zudem stammt ein erheblicher Anteil des Umsatzes aus After-Market-Diensten. Allerdings hatte das frühere Managementteam die Nachfrage nach Stromerzeugungsanlagen und entsprechenden Dienstleistungen überschätzt, so dass der Geschäftsbereich nun über zu hohe Vorratsbestände und überschüssige Kapazitäten verfügt, während gleichzeitig die Nachfrage nachgibt. 

Wir senken dennoch unsere Fair-Value-Schätzung von 29 USD auf 26 USD, hauptsächlich weil wir unsere Erwartungen zu den Margen zur Zyklusmitte nach der lange ersehnten Anlegerkonferenz von GE reduziert haben. Der neue Firmenchef John Flannery hatte bei diesem Anlass die Erwartungen angesichts der harten Realität gedämpft, die unseres Erachtens eine mehrjährige Sanierungsphase einläutet. Angesichts einer Halbierung der Dividende auf 0,48 USD je Aktie, umfassender Restrukturierungspläne für das Stromsegment und da keine unmittelbare Gefahr für ein Auseinanderbrechen des Mischkonzerns besteht, dürfte die Stimmung auf ihrem absoluten Tiefpunkt angelangt sein. 

Nach dem massiven Ausverkauf werden die Aktien von GE derzeit auf einem Niveau gehandelt, das eine Rückkehr des Portfolios zu einem nennenswerten Gewinnwachstum unmöglich erscheinen lässt. Wir sind jedoch nicht der Ansicht, dass dies dem langfristigen Potenzial des Unternehmens entspricht, da GE 70 % seines Umsatzes und 85 % seines Gewinns in Geschäftsbereichen erwirtschaftet, die auf ihren jeweiligen Märkten dominieren. 2018 wird zweifellos extrem schwierig werden, und der Gewinn wird 2018 im Zeichen massiver bilanzieller und Restrukturierungsmaßnahmen stehen. Dennoch bestätigen wir, dass GE unter der inzwischen besseren Führung mit seinem Geschäftsportfolio in der Lage sein wird, langfristig wieder solide freie Cashflows zu erzielen. Wir begrüßen, dass CEO Flannery sich gleich zu Beginn seiner Amtszeit wiederholt mit Fragen befasst, die nach unserer Meinung für Anleger besonders wichtig sind. 

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Über den Autor

Barbara Noverini  Barbara Noverini is an equity analyst for Morningstar, covering business services firms on the industrials team.

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