Anleger agieren bei Strategic Beta alles andere als „smart“

Risiko-reduzierende ETFs leiden in diesem Jahr unter hohen Mittelabflüssen. Es gibt Anzeichen dafür, dass der Anlegerflucht ein schwerwiegendes Missverständnis zugrunde liegt.

Ali Masarwah 08.12.2017

Bei Strategic Beta ETFs, in der Marketing-Sprache der Produktanbieter auch als „smart“ bezeichnet, kommt es immer wieder zu Missverständnissen. Anleger trauen ihnen zu viel zu und blenden die Risiken aus. Das verwundert nicht, denn solche Produkte weichen in fundamentaler Hinsicht von herkömmlichen Indexprodukten ab. Sie haben nicht das Ziel, einen repräsentativen Markt, sagen wir den S&P 500, abzubilden, sondern sie sollen vielmehr durch die Konzentration auf bestimmte Eigenschaften Gruppen von Wertpapieren zusammenzubringen, die im Kollektiv ein überlegenes Rendite- oder Risikoprofil aufweisen. Das ist nichts anderes als die Verheißungen, die man aus dem Mund von aktiven Managern hört. Und bekanntlich werden ja auch die häufiger denn nicht missverstanden.

Eine wichtige Quelle für Missverständnisse ist das Ding mit der Fristigkeit: Anleger vertrauen allzu häufig darauf, dass ihr „smarter“ ETF zu jeder Zeit „besser“ sein wird als der zugrundeliegende Markt. Wer mit der Welt des Faktor-Investing vertraut ist, weiß, dass dem natürlich nicht so sein kann. Selbst dann nicht, wenn es sich um eine nachhaltige Rendite-Quelle handelt und nicht um eine kurzfristige Anomalie, können Risikoprämien auch einmal nicht sprudeln. Sogar sehr lange Zeit nicht – Value Investoren in Europa können seit 2007 ein Lied singen. (Nicht alles, was in Anlegerportfolios schiefgeht, basiert auf Anlegerfehlern. Das ETF-Marketing trägt oft auch dazu bei – Dividenden-ETFs wurden noch kurz vor der Finanzkrise als ein risiko-reduzierender Zugang zum Aktienmarkt angepriesen, zu einer Zeit, als die größten Dividendenzahler europäische Banken waren. Das vorläufige Ende der Geschichte ist bekannt.) 

Absturz der ehemaligen Shooting Stars Low Vol ETFs

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Über den Autor

Ali Masarwah

Ali Masarwah  Ali Masarwah ist als Chefredakteur für die deutschsprachigen Anleger Websites von Morningstar verantwortlich.

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