ETF-Geschäft im Juli 2018: unspektakulär ist das neue erfolgreich

Mittelflüsse in ETFs stabilisieren sich im Juli. Passive Rentenfonds bleiben auf Erfolgskurs. Dank steigender Aktienmärkte erreicht das ETF-Vermögen in Europa einen neuen Rekordwert.

Ali Masarwah 10.08.2018

Gemessen am Selbstverständnis der ETF-Branche waren die Mittelzuflüsse in europäisch domizilierte Indexfonds im Juli höchst unspektakulär. Netto gingen ETFs 2,9 Milliarden Euro zu. Das ist im Vergleich zum Mittelwert des (Rekord-)Jahres 2017 wenig, als börsennotierten Indexfonds monatlich fast 7,4 Milliarden Euro netto zugingen. Aber verglichen mit den eher bescheidenen Ergebnissen in diesem Jahr sind derartig unspektakuläre Vertriebszahlen vermutlich schon als Erfolg zu werten. Zum Vergleich: Im Vormonat traten ETFs im Vertrieb auf der Stelle: gerade einmal 100 Millionen Euro tröpfelten im Juni an Neugeldern in ETFs, wie aus unseren Absatzschätzungen hervorgeht. 

Aufgrund der freundlichen Aktienmärkte im Juli stieg das in europäische ETFs investierte Vermögen auf den neuen historischen Höchststand von gut 710 Milliarden Euro. (Das wäre vermutlich der klickträchtigere Aufmacher gewesen, aber da die ETF-Anbieter nichts dafür können, wenn DAX, SMI, S&P und Co. steigen, wollen wir uns im ETF-Mittelflussbericht auf die relevanten Parameter konzentrieren.) 

Interessant waren vor allem zwei Trends. Zum einen erholte sich der Aktien-Absatz deutlich. Gut 1,5 Milliarden Euro steuerten netto Aktien-ETFs an. Zum zweiten setzten Renten-ETFs ihren Durchmarsch fort. Knapp zwei Milliarden Euro netto standen am Ende des Monats auf der Habenseite. Diese Vertriebserfolge sind umso bemerkenswerter, als aktiv verwaltete Rentenfonds in den vergangenen Monaten hohe Abflüsse zu verkraften hatten, in einer Zeit also, in der die Nervosität an den Rentenmärkten ob der Tendenz steigender Zinsen zunimmt. Glaubt man den konventionellen Weisheiten, dann wäre die aktuelle Phase dazu angetan, Investoren in Richtung aktiv verwaltete Bond-Produkte zu treiben, in denen ein weitsichtiger Manager die Herausforderungen der volatilen Bond-Märkte meistert. Anleger scheinen dies im Juli, wie auch bereits in den Monaten zuvor, anders gesehen zu haben. 

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Über den Autor

Ali Masarwah

Ali Masarwah  Ali Masarwah ist als Chefredakteur für die deutschsprachigen Anleger Websites von Morningstar verantwortlich.

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