Ärgernis Fonds-Brexit: Anleger in Deutschland zahlen drauf

Im Zuge der Unsicherheit um den Austritt Großbritanniens aus der EU komplementieren britische Fondshäuser ihre kontinentaleuropäischen Anleger aus britisch domizilierten Fonds. Die Maßnahme stellt den künftigen Fondsvertrieb im Worst Case sicher, ist aber nicht im Interesse von Bestandsanlegern.

Ali Masarwah 02.10.2018

Erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt. Bis zum Brexit-Referendum dürfte kaum ein Investor auf dem Kontinent einen Gedanken daran verschwendet haben, in welchem Land der Europäischen Union sein Fonds aufgelegt wurde. Dass das Kürzel „GB“ in der Fondskennzahl ISIN für einen Fonds „made in Great Britain“ steht, hatte keine praktische Bedeutung. Der reibungslose Zugang heimischer Anleger zur Investmentexpertise ausländischer Fondshäuser ist einer der vielen Vorteile des europäischen Binnenmarkts. Offene Publikumsfonds, die in Großbritannien aufgelegt sind, auch OEICs genannt (steht für Open-Ended Investment Companies), wurden bisher in Deutschland vertrieben wie, sagen wir, französischer Camembert, Gnocchi aus Italien oder Oliven aus Griechenland. 

Doch das hat sich im Juni 2016 geändert. Seitdem tickt der Countdown zum Brexit. Weil die Mehrheit der Briten für den Austritt aus der EU stimmte, führen die EU und Großbritannien Trennungsgespräche, und die laufen – gelinde gesagt – nicht rund. „Soft Brexit“, „Hard Brexit“, „No Deal“. Auf welche Art und Weise Großbritannien im März 2019 die EU verlassen wird, ist nach wie vor offen; alle drei Szenarien erscheinen derzeit möglich. 

Deshalb ist es kein Wunder, dass man sich auch in der Finanzbranche auf das Schlimmste vorbereitet. Viele Finanzkonzerne verlagern Geschäftsbereiche von der Insel auf das EU-Festland. Das allgemeine Interesse konzentrierte sich bisher auf die Banken und weniger auf das Fondsgeschäft. Doch die Vorbereitungen laufen auch im Asset Management auf Hochtouren. Gerade britische Fondshäuser arbeiten fieberhaft daran, ihre Präsenz in der Eurozone zu sichern. Sie bauen daher ihre Aktivitäten vor allem in Luxemburg und Dublin aus. 

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Über den Autor

Ali Masarwah

Ali Masarwah  Ali Masarwah ist als Chefredakteur für die deutschsprachigen Anleger Websites von Morningstar verantwortlich.

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