Risiko-minimierende ETFs: Mission (vorerst) erfüllt

Es gibt eigentlich nur einen guten Grund, Minimum Volatility ETFs zu kaufen: Man erwartet eine Korrektur. In diesem Jahr gab es zwei Markante Crash-Monate. Wir schauen nach, ob risikominimierende ETFs klassische Indizes übertreffen konnten.

Ali Masarwah 14.11.2018

Manchmal ist die Welt nicht so, wie man sie als Investor gerne hätte. Das ist auch bei risikominierenden ETFs der Fall. Sie verhalten sich leider nicht in jeder Marktphase so, wie es Anleger vermuten und es das Marketing der Produktanbieter nahelegen würde. Doch zunächst zu den Basics: Diese Indexprodukte haben eine klare Mission. Sie sollen das Risiko gegenüber kapitalisierungsgewichteten Indizes minimieren. Diese Mission soll ein – tatsächliches oder doch nur vermeintliches – Manko klassischer Aktienindizes adressieren: Indizes wie der DAX oder S&P 500 gewichten die Gewinner der Vergangenheit überdurchschnittlich hoch im Vergleich zu den relativen Verlierern. Das ist logisch, da das Gewichtungsprinzip der Marktkapitalisierung nun einmal, grob gesagt, vorsieht, die Zahl der Aktien eines Korbes mit ihrem Kurs zu multiplizieren. Aktien, die besonders stark steigen, werden höher als in der Vergangenheit gewichtet und gewinnen auch gegenüber den Underperformern an Bedeutung. Das führt zu prozyklischen Effekten, die in Krisenzeiten unschöne Folgen für Investoren in Indexfonds haben können. 

Dem gegenüber gewichten Strategic Beta ETFs, die das Kapitalmarktrisiko minimieren sollen, ihre Komponenten anders als kapitalisierungsgewichteten Indizes. Und hier fängt das Problem an, das man auch als kognitive Dissonanz bezeichnen kann: Die meisten Minimum Volatility Indizes gewichten solche Aktien besonders hoch, die in der Vergangenheit ein unterdurchschnittliches Schwankungsniveau gezeigt haben. Das kann, muss aber in der Zukunft so weitergehen. 

Massive Underperformance im Herbst 2016

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Über den Autor

Ali Masarwah

Ali Masarwah  Ali Masarwah ist als Chefredakteur für die deutschsprachigen Anleger Websites von Morningstar verantwortlich.

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