Der schleichende Tod aktiv verwalteter USA-Aktienfonds

Bei US-Aktienfonds ist aktives Management seit der Finanzkrise immer mehr ins Abseits geraten. Indexfonds sind heute die Vehikel der Wahl für Investoren. Das spiegelt sich auch im Morningstar Fonds-Research wider. Eine Übersicht über die Rating-Praxis in der Kategorie „Aktien USA Standardwerte Blend“.

Ali Masarwah 14.05.2019

Aktiv verwaltete USA-Aktienfonds gehören zu einer gefährdeten Spezies. Anleger haben seit dem Höhepunkt der Finanzkrise im März 2009 mit ihrem Geldbeutel abgestimmt, und das Ergebnis ist eindeutig. Waren per Ende März 2009 noch 65 Prozent der Fondsgelder in der Kategorie „Aktien USA Standardwerte Blend“ in aktiv verwalteten Fonds und nur 35 Prozent der Assets in Indexfonds investiert, so hat sich das Verhältnis seither umgekehrt. Per Ende April 2019 belief sich der Marktanteil von USA-Indexfonds in europäischen Investmentfonds auf 68 Prozent; nur 32 Prozent der Fondsgelder entfallen auf aktiv verwaltete Fonds.

Die Tendenz ist klar: Indexfonds mit Schwerpunkt USA-Aktien legen in Europa unverändert zu, der Bestand an aktiv verwalteten Fonds geht zurück. Seit 2009 wurden 24 Milliarden Euro aus aktiv verwalteten USA-Aktienfonds abgezogen, während USA-Indexfonds Zuflüsse von 82 Milliarden Euro verbuchten.   

Was auf den ersten Blick angesichts der fulminanten Entwicklung des US-Aktienmarkts in den vergangenen zehn Jahren merkwürdig klingt, ist auf den zweiten vollkommen logisch: Aktives Management hat in dieser wichtigen Fondskategorie – es ist die zweitgrößte in Europa! – keinen Mehrwert gebracht. Unser jüngst veröffentlichtes Aktiv-Passiv-Barometer hat per Ende März die ernüchternde Tendenz erneut bestätigt. In den vergangenen zehn Jahren haben nur zwei (sic!) Prozent der aktiv verwalteten Fonds ein Portfolio aus USA-Indexfonds übertroffen. Das ist fast schon jenseits der Wahrnehmungsgrenze! Wohlgemerkt: Unser Aktiv-Passiv-Barometer vergleicht aktiv verwaltete Fonds nicht mit ihren Vergleichsindizes, sondern mit passiven Fonds, um Anlegern eine praktische Alternative zu illustrieren – schließlich kann keiner „den Index kaufen“. 

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Über den Autor

Ali Masarwah

Ali Masarwah  Ali Masarwah ist als Chefredakteur für die deutschsprachigen Seiten von Morningstar verantwortlich.

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