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Hannover Rück ächzt unter Naturkatastrophen und Thomas Cook-Pleite

Ergebnisse von Hannover Rück liegen unter unseren Erwartungen. Unwetter und Thomas Cook schlagen ins Kontor. Aktie auf dem derzeitigen Niveau deutlich überbewertet.  

Henry Heathfield 11.11.2019

Hannover Rück hat in den ersten neun Monaten 2019 mit einem operativen Ergebnis von 1,395 Mio. EUR ein gutes Ergebnis erzielt, was auf Jahr gerechnet einem Gesamtjahresergebnis von 1,8 Mrd. EUR entsprechen würde und sich damit unter unserer Jahresprognose von 2,0 Mrd. EUR bewegte. Das höhere operative Ergebnis der Gruppe gegenüber dem Vorjahresergebnis von 1,16 Mrd. Euro ist vor allem auf ein besseres Ergebnis im Bereich Lebens- und Krankenrückversicherung zurückzuführen, das die im Vorjahr ergriffenen Kalkulationsmaßnahmen mit Blick auf die US-Mortalität widerspiegelt. 

Das Ergebnis der Schaden- und Unfallrückversicherung war mit einem Betriebsergebnis von 919,0 Mio. Euro gegenüber 1.003 Mio. Euro im Vorjahr leicht rückläufig. Dies impliziert ein Jahresergebnis von 1.225 Mio. EUR für das Gesamtjahr, das unter unserer Prognose von 1.528 Mio. EUR liegt und im Wesentlichen auf die Stärkung der Rückstellungen im Vorjahr sowie höhere Schadenfälle zurückzuführen ist. 

Der Hurrikan Dorian kostete das Unternehmen 186,6 Millionen Euro, der Taifun Faxai in Japan 80 Millionen Euro und die Insolvenz von Thomas Cook 112 Millionen Euro. Diese drei Ereignisse übertrafen bereits das Quartalsverlustbudget von 295 Mio. EUR und die Gesamtverluste für den Berichtszeitraum lagen bei 405 Mio. EUR. Mit 98,6% lag die Schaden-Kosten-Quote damit über dem 97%-Ziel für das Jahr. 

Die Aktie von Hannover Rück notierte zum Börsenschluss am 11.11.2019 auf Xetra bei 165,60 Euro. Das Zwei-Sterne-Rating signalisiert eine Überbewertung. 

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Über den Autor

Henry Heathfield  ist Aktienanalyst bei Morningstar.