Kommentar: Ein Plädoyer für Europa - und für Risikoanlagen

2012 bricht Europa zu neuen Ufern auf - und nicht auseinander! Werner Hedrich,  CEO von Morningstar Deutschland und Österreich, sieht Chancen in volatilen Märkten.

Werner Hedrich 02.01.2012

Eine Prognose für das Jahr 2012 hat etwas Visionäres. Der Euro wird dennoch das Thema an den Märkten bleiben. Als überzeugter Europäer glaube ich an die Entwicklung hin zu einer politischen Union. Die politischen und ökonomischen Kosten einer De-Integration wären einfach zu hoch und unabschätzbar. Damit wage ich nur die eine Prognose: Das Jahr 2012 wird recht volatil an den europäischen Aktien- und Anleihemärkten.

Eine eng verzahnte Eurozone wird sich nicht von heute auf morgen herausbilden – dies ist ein Prozess ohne historische Bezüge. Deshalb die Unsicherheit an den Märkten, das heftige Auf und Ab. Gleichzeitig sieht es so aus, dass es wirtschaftlich in den USA und den Schwellenländern leicht aufwärts geht. Anleger sollten demnach den US Aktienmarkt und die Emerging Markets beachten. Dabei würde ich breit diversifizierenden Schwellenländerfonds grundsätzlich Regionen- oder BRIC Fonds vorziehen. Der Verweis auf nachlassende wirtschaftliche Aktivität in China ist zwar zutreffend. Ich bin aber davon überzeugt, dass von China aus in den nächsten Jahren kein externer Schock für die Weltwirtschaft ausgehen wird. China ist eine marktwirtschaftliche Staatsökonomie, die als oberstes Ziel Wachstum hat. Warum soll man sich selber ein Bein stellen? 

Die Unruhe an den Eurozone-Anleihemärkten hat auch zu Chancen geführt. Die Renditen für spanische oder italienische Anleihen sind attraktiv, wenn man der Annahme und dem Glauben folgt, dass die Eurozone in zwei Jahren noch existiert. Ist des Sparers größter Feind Inflation im Jahr 2012 ein Thema? Denen, die dies prognostizieren, entgegne ich: Schön wär’s! Steigende Geldentwertung würde nämlich steigende Löhne, Warenpreise und wirtschaftliche Aktivität bedeuten. Über der Eurozone schwebt aber aufgrund der volkswirtschaftlichen Verwerfung eher Nullwachstum und abnehmende Wirtschaftskraft in der Peripherie.

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