Lastminute macht wieder Gewinn und gibt Ausblick für 2024

Der Online-Reiseanbieter Lastminute ist 2023 in die schwarzen Zahlen zurückgekehrt. Im laufenden Jahr sollen Umsatz und Betriebsgewinn weiter zulegen. Zudem hat das Unternehmen per sofort einen neuen Finanzchef.

awp international 04.04.2024
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LastminuteDas Reinergebnis betrug im vergangenen Jahr 7,0 Millionen Euro, wie die Gruppe am Donnerstag mitteilte. Im Jahr davor hatte noch ein Verlust von 15,1 Millionen zu Buche gestanden.

Bereits im Februar hatte die Gruppe für 2023 einen Umsatzanstieg von 6 Prozent auf 321 Millionen Euro kommuniziert und einen um 27 Prozent höheren bereinigten Betriebsgewinn (EBITDA) von 40 Millionen. Teilweise profitierte Lastminute bei der Umsatzentwicklung allerdings von coronabedingt noch immer schwachen Vergleichszahlen aus dem Vorjahr.

Die deutlich höhere Profitabilität ist Kosteneinsparungen und Mehrverkäufe bei den sogenannten dynamischen Ferienpaketen zu verdanken, hiess es. Letztere gelten als besonders margenstark.

Causa Ryanair belastet


Basierend auf der bisherigen Entwicklung im laufenden Jahr rechnet Lastminute für das Gesamtjahr 2024 nun mit einem Umsatzwachstum von 5 bis 10 Prozent. Gleichzeitig soll der bereinigten Betriebsgewinn (EBITDA) um "mindestens 20 Prozent" ansteigen und sich so schrittweise dem Vor-Corona-Niveau annähern.

Die Prognose spiegle eine "gedämpfte Erholung" bei Ferienreisen wieder, hiess es. Das Unternehmen bezieht sich dabei auf jüngste Daten zur Reisebranche.

Zudem belasten derzeit Beschränkungen für Online-Reiseanbieter durch die irische Billigfluggesellschaft Ryanair das Geschäft. Seit Ende 2023 verwehre Ryanair Lastminute den Zugang zum Ticketbestand, weshalb man keine Ryanair-Tickets im Namen der Kunden kaufen könne.

Lastminute ist nun bestrebt in dieser Causa "in Kürze eine Lösung zu finden". Die potenziellen Vorteile einer solchen Lösung seien in der Guidance nicht enthalten.

Neuer Finanzchef ab sofort


Per sofort hat der Online-Reiseanbieter auch einen neuen Finanzchef. Wie schon im August angekündigt verlässt der bisherige CFO Sergio Signoretti das Unternehmen. Für ihn hat nun Diego Fiorentini übernommen.

Dieser war die vergangenen zehn Jahr bereits im Finanzmanagement verschiedener Unternehmen tätig, so Lastminute. Von 2009 bis 2014 war Fiorentini CFO des Cleantech-Unternehmens Cavotec, davor arbeitete er in den Bereichen Finanzen und Treasury bei Italmobiliare SpA.



Am 5. Juni will das Tessiner Unternehmen an einem Investorentag in Zürich über die weitere Strategie informieren. Zu Lastminute zählen neben "lastminute.com" weitere Marken wie Volagratis, Rumbo, "weg.de", Bravofly, Jetcost und Hotelscan.

Die in diesem Artikel enthaltenen Informationen dienen ausschließlich zu Bildungs- und Informationszwecken. Sie sind weder als Aufforderung noch als Anreiz zum Kauf oder Verkauf eines Wertpapiers oder Finanzinstruments zu verstehen. Die in diesem Artikel enthaltenen Informationen sollten nicht als alleinige Quelle für Anlageentscheidungen verwendet werden.

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