Rheinmetall: Robuster Start ins Jahr 2024, Prognose bestätigt

Die Aktien des Rüstungskonzerns geben nach. 

Loredana Muharremi 14.05.2024
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RheinmetallDer Rüstungskonzern hat am 14. Mai 2024 Zahlen für das 1. Quartal vorgelegt. 

Rheinmetall (RHM) ist mit einem Auftragsbestand von mehr als 40 Mrd. EUR gut ins Jahr 2024 gestartet. Das Unternehmen meldete ein zweistelliges Umsatzwachstum und eine deutliche Margenausweitung. Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahr um 16%, wobei Weapns and Ammunition um 70% zulegte, gefolgt von einem Anstieg von 26% bei Electronic Solutions. Das Betriebsergebnis stieg im Vergleich zum Vorjahr um 60 % und die Marge erhöhte sich von 6,1 % auf 8,5 %, was in erster Linie auf die margenstarken Bereiche Weapons and Ammunition zurückzuführen ist, vor allem auf Expal, dessen Marge nach unserer Einschätzung zwischen 28 % und 30 % liegt.

Weapons and Ammunition weisen eine starke Saisonalität auf, da über 40% des Umsatzes im vierten Quartal erwartet wird.

Wichtige Morningstar-Kennzahlen für Rheinmetall

  • Fair Value-Schätzung: 730,00 EUR / Aktueller Kurs: 517,80 EUR
  • Morningstar Rating: ★★★★
  • Morningstar Economic Moat Rating: Wide
  • Morningstar Uncertainty Rating: Medium

 

Der Umsatz im Bereich Electronic Solutions wuchs um 26%, wobei die Marge von 5,4% auf 6% stieg, angetrieben durch umfangreiche Lieferungen in Deutschland, insbesondere für das Luftverteidigungssystem Skyranger.

Der Free Cashflow des Unternehmens lag im ersten Quartal 2024 bei -187 Mio. EUR, ein Rückgang um 82 Mio. EUR im Vergleich zum ersten Quartal 2023, der hauptsächlich auf einen erheblichen Aufbau des Betriebskapitals und laufende Investitionen in Projekte zurückzuführen ist. Der Anstieg des Betriebskapitals war vor allem auf höhere Lagerbestände für Militärlastwagen zurückzuführen, deren Auslieferung im zweiten und dritten Quartal erwartet wird.

Um dem weltweiten Ungleichgewicht bei der Versorgung mit Munition und Artillerie zu begegnen, erweitert Rheinmetall seine Produktionskapazitäten. Das neue Werk in Deutschland wird jährlich bis zu 200.000 Artilleriegeschosse sowie Sprengstoffe und Komponenten für Raketenartillerie produzieren. Die Produktion wird 2025 aufgenommen und die ersten Lieferungen erfolgen 2027. Die neue Munitionsfabrik in Rumänien wird bis zu 1.500 Tonnen Munition pro Jahr herstellen und die Munitionsfabrik in Litauen bis zu 100.000 Geschosse pro Jahr produzieren.

Diese Erweiterungen zielen darauf ab, Engpässe in der Munitionsproduktion zu beseitigen und die Abhängigkeit Europas von ausländischen Lieferungen zu verringern, insbesondere aus China, einem wichtigen Hersteller von Nitrocellulose, einer wichtigen Komponente für Munitionspulver.

Schließlich wurde die Veräußerung des Kolbengeschäfts abgeschlossen und ermöglicht es dem Unternehmen, sich auf sein Kerngeschäft zu konzentrieren.

Die in diesem Artikel enthaltenen Informationen dienen ausschließlich zu Bildungs- und Informationszwecken. Sie sind weder als Aufforderung noch als Anreiz zum Kauf oder Verkauf eines Wertpapiers oder Finanzinstruments zu verstehen. Die in diesem Artikel enthaltenen Informationen sollten nicht als alleinige Quelle für Anlageentscheidungen verwendet werden.

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Rheinmetall AG532,20 EUR0,26Rating

Über den Autor

Loredana Muharremi  ist Aktienanalystin bei Morningstar