Bafin regelt Performance Fees: Der Anfang vom Anfang vom Ende

Bis Juli 2013 müssen die erfolgsabhängigen Gebühren bei vielen deutschen Fonds umgestellt werden. Ein erster Schritt hin zu faireren Kostenmodellen bei Fonds. Der Weg ist allerdings steinig.

Ali Masarwah 11.12.2012
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Die deutsche Finanzaufsicht Bafin greift bei den Fondskosten durch. Was zunächst als Schönheitskorrektur anmutet, könnte mittelfristig gravierende Folgen für die Fondsanbieter und erfreuliche Ergebnisse für Investoren zeitigen. Bis Ende des Jahres müssen Fondsanbieter für ihre in Deutschland aufgelegten Fonds, die eine Erfolgsgebühr berechnen, neue Regeln umsetzen. Diese treten per Anfang Juli 2013 in Kraft. Laut den jüngst auf der Bafin-Website veröffentlichten „Musterbausteinen für Kostenregelungen“ müssen Fondsanbieter bei beiden Varianten der Performance Fee nachbessern: sowohl beim Gebührenmodell mit Vergleichsindex („Benchmark-Modell“) als auch beim so genannten Hurdle-Rate-Modell, bei dem die Performance Fee anhand der absoluten Wertsteigerung eines Fonds ermittelt wird. Für Anleger ergeben sich einige Verbesserungen, allerdings verbleiben auch Nachteile der variablen Vergütung bestehen. 

Performance Fees sind nur selten fair gestaltet

Aber zunächst einige Vorbemerkungen zu Performance Fees, auch „erfolgsabhängige Gebühren“ oder „Outperformance Fees“ genannt. Auch wenn wir grundsätzlich der Meinung sind, dass Performance-Gebühren die Interessen der Anleger und der Fondsmanager synchronisieren können, sieht die Praxis leider anders aus. Performance Fees stellen hohe Zusatzgebühren dar und sind auch oft unfair gestaltet. Weil der Fonds-Vertrieb in den vergangenen Jahren einen immer höheren Anteil an der eigentlich dem Fondsmanager zudachten Verwaltungsgebühr für sich beansprucht (Stichwort: „Kickbacks“ bzw. Retrozessionen), sind Performance Fees inzwischen zu einer Art Ersatz-Management-Gebühr mutiert.

Wir bemängeln, dass Performance Fees oft auf eine ohnehin hohe jährliche Grundvergütung draufgesattelt werden. Es fehlen zudem häufig Verlustvorträge, Benchmarks werden nicht adäquat gesetzt, und teilweise ist der gewählte Betrachtungszeitraum zu kurz gewählt. Wir haben diese Mängel wiederholt beanstandet (lesen Sie hier mehr über unsere Einschätzung zu Performance Fees). 

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Über den Autor

Ali Masarwah

Ali Masarwah  Ali Masarwah war von 2011 bis Frühjahr 2021 als Chefredakteur für die deutschsprachigen Anleger Websites von Morningstar verantwortlich