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Apple ist nunmehr die drittgrößte Position von Berkshire Hathaway

Die Warren Buffett Holding verkauft im ersten Quartal ein Drittel ihrer IBM-Position und stutzt Delta die Flügel zugunsten von Southwest und American.

Berkshire Hathaway hat seine Beteiligung an Apple mehr als verdoppelt. Der Zukauf belief sich auf 72 Millionen Aktien für geschätzte 9,3 Mrd. USD. Damit ist der Titel zu Ende März die drittgrößte Position des Versicherers, auf die 11,5% des Aktienbestands entfallen. Außerdem hat das Unternehmen mehr Kapital in Bank of New York Mellon und Sirius XM Radio gesteckt. Alles zusammen hat Berkshire im ersten Quartal neue Aktien für geschätzte 10,3 Mrd. USD gekauft. Finanziert wurden diese Käufe zu rund einem Drittel aus den Erlösen aus Aktienverkäufen – darunter der Ausstieg aus Twenty-First Century Fox und Verkäufe von IBM und Wabco Holdings. Der aktuelle 13-F-Bericht wies zwar eine Reduzierung der Beteiligung Berkshires an IBM um 20% aus, doch hatte Buffett vor der Jahreshauptversammlung angemerkt, das Unternehmen habe etwa ein Drittel seiner Position in IBM veräußert. 

Zugleich hat die Holding angekündigt, dass es seine Beteiligungen an den vier großen Fluglinien derUSA – Delta Air Lines, Southwest Airlines, American Airlines und United Continental Holdings – im ersten Quartal 2017 umstrukturiert hat: Das Unternehmen hat 5,0 Millionen Delta-Aktien verkauft und mit dem Erlös den Kauf von weiteren 4,5 Millionen Southwest- und zusätzlichen 3,7 Millionen American Airlines-Aktien finanziert. Zum Ende des ersten Quartals machten die vier Airline-Titel 5,7% des ausgewiesenen Aktienbesitzes von Berkshire aus. Ende letzten Jahres belief sich der Anteil noch auf 6,3%. Wir halten die Beteiligungen an den Fluggesellschaften noch immer eher für eine Handels- als für eine „Buy-and-Hold“-Position.

Auch wenn Warren Buffett der Überzeugung ist, dass sie „ein schlechtes Jahrhundert nun hinter sich gebracht haben“, haben wir weiterhin Bedenken gegenüber der Branche. Aus unserer Sicht stellen die Fluggesellschaften aus einer Reihe von Gründen auf lange Sicht weniger attraktive Anlagen dar. Diese sind: die langjährige Wertvernichtung, ein Geschäftsmodell, das keine rationale Preispolitik begünstigt, der Mangel an hohen Eintrittsbarrieren, die Austauschbarkeit von Flugreisen sowie die geringen Umstellungskosten in Verbindung mit hoher Preistransparenz. 

Am Freitagabend, 26.5.2017, belief sich der Schlusskurs der Berkshire Hathaway-Aktie (B) an der NYSE auf 165,69 US-Dollar und damit nur etwas unter dem von uns taxierten fairen Wert von 170 US-Dollar. 

Wichtige Hinweise: Analysten von Morningstar müssen sich in ihrem Verhalten an den Ethikkodex, die Richtlinie für Wertpapierhandel und Offenlegung und die Richtlinie zur Integrität von Investment-Research von Morningstar halten. Nähere Informationen zu Interessenkonflikten erhalten Sie hier.

 

Über den Autor

Greggory Warren, CFA  Greggory Warren, CFA, is a senior stock analyst with Morningstar.