Halbjahresbilanz von ETFs in Europa: Wachstum stark, Aussichten ungewiss

Der Vertrieb von Renten-ETFs zieht im Juni an. Allerdings könnten sich Bond-ETFs im zweiten Halbjahr als Achillesferse der ETF-Industrie entpuppen. iShares führt den Vertrieb an, auch wenn das Wachstum nicht so dynamisch ausfällt wie bisher.  

Ali Masarwah 27.07.2017

Im Juni haben ETFs in Europa eine eher verhaltene Nachfrage erfahren, nachdem sie im Mai noch einen soliden Absatz verzeichnet hatten. Insgesamt verbuchten börsengehandelte Indexfonds Nettomittelzuflüsse in Höhe von 8,4 Milliarden Euro nach 11,5 Milliarden Euro im Vormonat, wie aus unseren monatlichen Absatzschätzungen hervorgeht. Die Nachfrage nach Aktien-ETFs war dabei deutlich rückläufig. Sie ging von 7,2 Milliarden Euro im Mai auf 3,9 Milliarden Euro zurück. Indes zog die Nachfrage nach Rentenprodukten spürbar an, und zwar von 2,9 Milliarden Euro auf 3,8 Milliarden Euro. Im Zuge der sinkenden Öl- und Goldpreise gingen die Zuflüsse in Rohstoffprodukte im Juni deutlich zurück. Geldmarkt-ETFs verzeichneten Nettomittelabflüsse. 

Die Absatzbilanz zur Jahresmitte fällt für die ETF-Branche indes hervorragend aus. Bereits per Ende Juni wurden mit Nettozuflüssen von 57,4 Milliarden Euro die Nettoverkäufe des gesamten Vorjahres – 47,9 Milliarden Euro – übertroffen, und angesichts dieser wiedergewonnen Absatzdynamik erscheint es einerseits nicht unwahrscheinlich, dass der bisherige Absatzrekord aus dem Jahr 2015 von 71,4 Milliarden Euro übertroffen wird.

Andererseits hängen Wohl und Wehe des ETF-Vertriebs von der Marktentwicklung ab. Vor allem die ungewisse Entwicklung an den Rentenmärkten dürfte den Vertrieb im zweiten Halbjahr prägen. Die Blaupause für ein unfreundliches Szenario lieferte das vierte Quartal 2016, als im Zuge einer deutlichen Korrektur an den Rentenmärkten der Absatz von Bond-Produkten abrupt einbrach.

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Über den Autor

Ali Masarwah

Ali Masarwah  Ali Masarwah ist als Chefredakteur für die deutschsprachigen Seiten von Morningstar verantwortlich.

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