Microsoft: Wide Moat Rating bleibt, Fair Value Schätzung erhöht

Die Quartals-Ergebnisse von Microsoft haben die Erwartungen übertroffen. Umsatzplus und ein leicht geringerer Steuersatz tragen zu einem wesentlich stärkeren Ertrag bei. Kurs reflektiert allerdings bereits viel den guten Zahlen. 

Die Quartals-Ergebnisse von Microsoft haben die Konsenserwartungen übertroffen. Das solide Umsatzplus führte zu höheren Margen, und ein leicht geringerer Steuersatz trug ebenfalls zu einem wesentlich stärkeren Ertrag bei. Die Unternehmensleitung gab sich auf der Analystenkonferenz zuversichtlich und verwies wiederholt darauf, dass mehrere Kennzahlen über Plan seien. Insgesamt bekräftigen die Ergebnisse unsere These, die sich auf die Nutzung von hybriden Cloud-Umgebungen durch Kunden mittels Azure stützt.

Microsoft nutzt weiterhin seine dominante Stellung bei On-Premises-Architektur, damit Kunden einfach und in ihrem eigenen Tempo auf die Cloud umstellen können. Dies wird unseres Erachtens auch so bleiben. Microsoft verzeichnet noch immer eine robuste Nachfrage nach Cloud-Diensten in Form von SaaS, PaaS und IaaS. Der Konzern hat die Wendepunkte überschritten, nach denen sich der Cloud-Umsatz kräftig entwickelt und die Margen weiter steigen.

Unser Wide Moat Rating lassen wir unverändert, unsere Fair-Value-Schätzung erhöhen wir von 125 USD auf 143 USD je Aktie. Damit bringen wir die Aufwärtskorrektur unserer Annahmen für Umsatzwachstum und Margen zum Ausdruck. Im bisherigen Jahresverlauf hat sich die Aktie stark entwickelt, und wir sehen die kurzfristige Bewertung mit zunehmender Vorsicht. Aktuell notiert die Aktie bei 129,77 USD (Nasdaq-Schlusskurs zum 29.4.2019).

Der Umsatz stieg im dritten Geschäftsquartal gegenüber dem Vorjahr um 14% auf 30,6 Mrd. USD; der Gewinn je Aktie betrug 1,14 USD im Vergleich zu 0,95 USD vor einem Jahr. Intelligent Cloud und More Personal Computing waren voraus, Productivity und Business Processes hinkten leicht hinterher.  Das Umsatzwachstum im Segment Intelligent Cloud, das Azure einschließt, beschleunigte sich das zehnte Quartal in Folge gegenüber dem Vorjahr. Dies ist gut, doch aufgrund des Gesetzes der großen Zahlen und schwieriger Vergleichswerte wird dieser Anstieg unserer Erwartung nach im Juni-Quartal zum Erliegen kommen.  Dennoch waren die Ergebnisse für On-Premises-Server angesichts eines Zuwachses von 73% bei Azure robust. Der Engpass bei Chipsätzen, der im letzten Quartal zu spüren war, ließ nach, sodass Windows die Erwartungen übertreffen konnte. 

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