Auf der Suche nach der verlorenen Risikoprämie

Regelbasierte Strategien sind heute en vogue. Nicht alle haben allerdings das Zeug, bessere Renditen als nach Marktkapitalisierung gewichtete Benchmarks zu liefern. Das liegt auch am falschen Verständnis von Risikoquellen.

John Rekenthaler 11.10.2013

Ich kann mich des Eindrucks nicht verwehren, dass viele Ansätze, die unter dem Begriff „Smart Beta“ firmieren,  nicht das Zeug haben, über den Status der Eintagsfliege hinaus zu wachsen. Warum? Etlichen dieser Konzepte  fehlt die ökonomische Grundlage. Finanzmathematiker ermitteln zwar immer wieder bei bestimmten Wertpapieren Anomalien in Gestalt von überdurchschnittlichen Renditen. Sie vermögen allerdings oft nicht, plausible Gründe für diese Outperformance zu liefern. Nicht das „Warum“ schlüssig beantworten zu können, impliziert jedoch, dass es sich weniger um ein Investmentkonzept als um eine Data-Mining-Übung, sozusagen eine Datensammlung, handelt.

Welche „Betas“ tatsächlich „smart“ sind, entscheidet die Frage, ob derartige Strategien seriöse Argumente für die Existenz von Risikoprämien liefern. Dann, und nur dann, sind nachhaltig Überrenditen gegenüber klassischen (nach Marktkapitalisierung gewichteten) Benchmarks zu erwarten. Die Strategien können ökonomischen oder auch verhaltenspsychologischen Mustern folgen. Ich habe folgende Rangliste erstellt, die versucht, die derzeit am Markt vertretenen Smart-Beta Strategien in eine Rangfolge nach der theoretischen Fundierung, bzw. Tragfähigkeit ihrer Konzeption zu bringen.

Liquidität: Es mag einige Leser erstaunen, aber Liquidität (bzw. das Nichtvorhandensein derselben) hat sich über die Zeit als eine der zuverlässigsten Renditequellen entpuppt. Schwer handelbare Wertpapiere liefern eine Prämie, denn Investoren gehen ein reales Risiko ein, ein Wertpapier zu kaufen, das sie im Zweifel nicht, oder wenn, dann nur zu einem hohen Preis loswerden können. Der Verzicht auf schnelle (und damit günstige) Handelbarkeit wird oft durch höhere Renditen vergolten. Ich erwarte nicht, dass sich das ändern wird – man führe sich nur die Erfahrungen der Finanzkrise vor Augen, als weite Teile des Markets austrockneten und sich für viele Titel partout keine Käufer fanden.

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Über den Autor

John Rekenthaler  is vice president of research for Morningstar.

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