Interview: Long und short in volatilien Zeiten

Ein Interview mit UBS-Fondsmanager Maximilian Anderl über Chancen und Risiken von Long-Short-Aktienstrategien. 

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Maximilian Anderl zählt zu den wenigen Aktienmanagern, die mit so genannten 130/30 Ansätzen längerfristig erfolgreich sind. Von vielen Long-Short-Aktienfonds, die vor gut zehn Jahren verstärkt auf den Markt kamen, ist heute nicht mehr viel zu hören (bzw. viele der "extended alpha" Fonds gibt es nicht mehr). Anderl ist Head of Concentrated Alpha Equity bei UBS Asset Management. Er verantwortet unter anderem den UBS (Irl) Investor Selection – Equity Opportunity Long Short Fund und den gut 4,5 Milliarden Euro schweren UBS (LUX) ES European Opportunities Unconstrained, der ein Morningstar Analyst Rating "Bronze" trägt. Angesichts der Achterbahnfahrt an den Aktienmärkten in diesem Jahr wollten wir Anderls Meinung zu Long-Short-Aktienstrategien im Jahr 2016 hören.

Herr Anderl, die Märkte zeigen sich heute höchst volatil. Auf rasante Korrekturen kommen kleinere Erholungen. Per saldo sind die Märkte aber seit Dezember in die Tiefe gerauscht. Was sind heute die größten Chancen und Risiken bei Short-Wetten? 

Der Markt hat relativ stark nachgegeben, und manche Sektoren sind besonders stark unter Druck geraten. Wir haben einige Shorts gedeckt, weil sie das von uns erwartete Verlustpotenzial ausgeschöpft hatten. Im Gegenzug sind wir einige Long-Positionen eingegangen. Die Mehrheit unserer Shorts sind derzeit europäische Industriewerte. Hier sehen wir Aktien die noch ein Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 14 aufweisen, auch wenn die Umsätze seit gut einem Jahr fallen. Die Gewinne wurden nur durch Kostensenkungen stabil gehalten. Doch das Cost-Cutting-Potenzial ist langsam erschöpft. Auch der Währungseffekt hat sich abgenutzt. Der Euro hat sich stabilisiert und bewegt sich eher seitwärts zum Dollar. Der Rückenwind, den ein schwacher Euro brachte, geht für viele Unternehmen verloren. 

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Über den Autor

Ali Masarwah und Michael Haker  Ali Masarwah ist Chefredakteur von Morningstar Deutschland, Österreich und Schweiz; Michael Haker ist freier Mitarbeiter von Morningstar in Frankfurt