Die Fragilität der Aktienmärkte: Es ist nicht immer so eindeutig, wie es scheint

Es gibt immer mehr Gründe, sich über potenzielle Störquellen für die Märkte Sorgen zu machen. Sollte man deshalb einen Bogen um Aktien machen?  

John Rekenthaler 10.06.2016

Es gehört zu den Eigenarten des Menschen, eindeutige Ursachen für außerordentliche Phänomene zu identifizieren. Das gilt vor allem für die Finanzmärkte, die in den vergangenen Jahren rasant an Komplexität gewonnen haben. Jede Krise nährt zudem den Verdacht, dass die Märkte an sich instabil sind. Die Struktur der Märkte gilt inzwischen problematisch. Gleichzeitig gibt es immer wieder Neuerungen und Innovationen, die unbedachte Folgen für die Handelsaktivität am Aktienmarkt haben können. Diese potenziell oder aktuell disruptiven Faktoren und Tendenzen werden oft als die Schuldigen, die Störenfriede angesehen. Zunächst jedenfalls. Doch wie sehr sollten Veränderungen an den Märkten, Innovationen und neue Akteure als Bedrohung aufgefasst werden, und, vor allem, sollten sie uns abschrecken, uns an den Märkten als Investoren zu engagieren? 

Die Versicherung, die keine war 

Rückblende: Im Herbst 1987 brachen an den US-Börsen die Dämme. Zuvor hatte sich der Index Dow Jones Industrial Average in lediglich zwei Jahren verdoppelt und im August 1987 bei 2.722 Punkten sein damaliges Allzeithoch erreicht. Die Euphorie über diesen Rekordstand ließ jedoch rasch nach: Bis Mitte Oktober hatten Gewinnmitnahmen diesen Rekordwert des Dows wieder um 20 Prozent abschmelzen lassen. Die Finanzmedien schlugen entsprechend bald einen Unheil verkündenden Ton an. Viele Marktteilnehmer hatten im Oktober das Gefühl, am Abgrund zu wandeln. Das Gleichgewicht verloren sie vollends am 19. Oktober, am so genannten Schwarzen Montag. An diesem Tag rauschte der Dow Jones um gut 22 Prozent in die Tiefe. 

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Über den Autor

John Rekenthaler  is vice president of research for Morningstar.

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