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Russland-Aktien: Welche Fonds im Gleichklang mit Putins Oligarchen crashen

Die US-Sanktionen gegen etliche Mitglieder der russischen Herrschaftselite haben den russischen Aktienmarkt hart getroffen. Auch einige Fondsanleger in Deutschland dürften von dem Russland-Crash stärker betroffen sein, als sie das vermutlich denken.

Ali Masarwah 10.04.2018

Was haben zahlreiche Fondsanleger in Deutschland mit Vladimir Bogdanow, Oleg Deripaska und Suleiman Kerimow gemein? Sie werden ebenfalls von den Folgen der jüngst verhängten US-Sanktionen gegen Russland in Mitleidenschaft gezogen. Bogdanow, Mitinhaber von Surgutneftegas, dem viertgrößten russischen Ölproduzenten, der Industriemagnat Deripaska, dessen Holding Basic Element zahlreiche russische Unternehmen kontrolliert, und Kerimow, Inhaber des größten russischen Goldminenbetreibers Polyus, stehen alle auf der Sanktionsliste der USA, die am Freitag vergangener Woche veröffentlicht wurde.

Das in den USA angelegte Vermögen dieser so genannten Oligarchen, die allesamt beste Verbindungen zum Kreml haben, wird eingefroren, und, noch wichtiger, US-Unternehmen werden Geschäfte mit diesen Personen (und deren Firmen) untersagt. Insgesamt wurden derartige Sanktionen gegen vier weitere russische Geschäftsleute sowie 17 Regierungsmitglieder verhängt.

Diese Maßnahmen gelten als eher unspezifische Reaktion auf die „böswilligen“Aktivitäten Moskaus, zu denen man die Einverleibung der Krim, die Teilnahme am Syrien-Krieg sowie die Beeinflussung der US-Wahlen zählen kann. Und sie verfehlten ihre Wirkung nicht: Der russische Aktienmarkt sowie der Rubelkurs brachen am gestrigen Montag ein. Der auf Rubel lautende Aktienindex RTS verlor (in Euro umgerechnet) gut zwölf Prozent. Hier kommen nun etliche Fondsanleger in Deutschland ins Spiel, die über Fonds russische Aktien halten, und zwar in größerem Umfang, als sie es vielleicht denken.

Russische Aktien sind eine vernachlässigbare Größe. Eigentlich…

Bevor wir in die Details einsteigen müssen wir jedoch die grundsätzliche Relevanz des russischen Aktienmarkts für Anleger hierzulande erläutern. Zunächst eine prinzipielle Entwarnung: Russland ist für die meisten Fondsanleger irrelevant. Man muss wissen, dass der russische Aktienmarkt nicht Bestandteil des Anlage-Universums der Industrieländer ist. In Leitindizes wie dem MSCI World oder FTSE World haben russische Aktien keinen Platz.

Auch für breit gestreute Schwellenländer-Portfolios dürfte der Schaden überschaubar sein, auch wenn hier russische Aktien natürlich mit von der Partie sind. Spätestens seitdem der russische Markt (und der Rubel) 2014 im Zuge der Krim-Invasion und des Verfalls des Ölpreises kräftig verlor, sind russische Aktien kein besonders bedeutender Bestandteil der globalen Schwellenländer-Indizes mehr - maximal fünf Prozent des Gewichts vom MSCI Emerging Markets bzw. FTSE Emerging besteht aus russischen Aktien. Und selbst bei den ungleich stärker konzentrierten BRIC-Indizes machen Russland-Aktien zumeist rund nur acht Prozent aus. (Für jüngere Leser: Die BRIC-Story war eine der vielen Marketing-Stories, mit denen die Investmentindustrie während des Rohstoff-Superzyklus‘ zu Beginn des Millenniums Anleger und möglicherweise auch sich selbst glücklich machen wollte; zumindest Letzteres dürfte ganz gut gelungen sein.)

Wo könnten russische Aktien also Fonds-Investoren eine böse Überraschung bereiten? Fangen wir mit Regionenfonds an. Möglicherweise ist es eine Neuigkeit für einige Investoren, die auf die aufstrebenden mitteleuropäischen Länder gesetzt haben, dass ihr Anlageuniversum weniger aus polnischen, tschechischen oder ungarischen Unternehmen besteht, sondern zu rund zweidritteln aus russischen Aktien. Das gilt für alle Fonds der Morningstar Fondskategorie „Emerging Europe“. Hier handelt es sich faktisch um verkappte Russland-Fonds.

Überraschend dürfte für Anleger auch die Tatsache sein, dass sich das so genannte EMEA-Universum (EMEA steht für Europe, Middle East, Africa) zu rund einem Viertel aus Russland-Titeln zusammensetzt. EMEA-Aktienfonds dürften also ebenfalls in erheblichem Maße vom Russland-Crash getroffen worden sein.

… aber Russland-Aktien waren Perlen für so manchen Dividenden-Taucher

Doch diese Märkte sind für die meisten Anleger Hierzulande eher Randbereiche. Doch Russland-Aktien dürften in zwei Themenbereichen relevant sein: in Dividendenfonds und in so genannten „Off-Benchmark-Wetten“ aktiv verwalteter Fonds. Beide Themenkreise überschneiden sich, sind aber dennoch zunächst gedanklich zu trennen.

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Über den Autor

Ali Masarwah

Ali Masarwah  Ali Masarwah ist als Chefredakteur für die deutschsprachigen Seiten von Morningstar verantwortlich.

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