Die unerträgliche Persistenz der Kurs-Kaffeesatzleserei

In der vergangenen Woche war es wieder soweit: Die Auguren haben sich überschlagen, die Kursbewegungen im Zuge der Kongresswahlen in den USA zu interpretieren. Grund genug, wieder einmal eine alte Binsenweisheit zu bemühen.

John Rekenthaler 13.11.2018

„Die Stärke der US-Wirtschaft geht auf Donald Trump zurück!“. Diese Behauptung hört man immer wieder in diesen Zeiten. Unter Trump, so lautet diese Argumentation, hätten die Unternehmen ihre "Animal Spirits" wiederentdeckt, sie würden nunmehr mit neuem Selbstvertrauen zur Sache gehen und Arbeitsplätze schaffen und damit die Börse beflügeln. Verstärkt werde dies von der Steuersenkung vom Januar 2018. 

Solche Behauptungen sind schwer zu beweisen. Niemand misst die animalischen Geister von Führungskräften, und überhaupt lässt sich die Wirkung eines einzelnen Faktors auf die Wirtschaft nicht messen. Selbst wenn sich das Beschäftigungswachstum in den USA seit Januar beschleunigt hätte, wäre es spekulativ, diese Änderung der Steuerrechnung anzurechnen. 

Ein möglicher Test dieser „Präsidentschaftsthese“ war die Entwicklung der Börse in der vergangenen Woche. Wenn die Wirtschaft durch die Aktionen des Präsidenten beflügelt worden wäre, dann wäre das Ergebnis bestimmt nicht im Interesse der Wirtschaftslenker und Investoren gewesen, denn die Aussicht auf weitere Steuersenkungen haben sich durch den Sieg der Demokraten im Repräsentantenhaus eingetrübt. Dennoch sind die Aktienkurse am Mittwoch nach der Wahl stark gestiegen. Wer also alles mit dem Trump-Faktor zu erklären versucht, kommt nicht weiter. 

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Über den Autor

John Rekenthaler  is vice president of research for Morningstar.

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