Ist in der Krise die Zeit der aktiven Manager gekommen?

Der Mythos des aktiven Managements, wonach der Fondsmanager in Zeiten der Krise seinen Mehrwert unter Beweis stellt, wird gerade einem harten Realitäts-Check unterzogen. Wie die wichtigsten Fondskategorien seit dem 19. Februar performt haben.

Ali Masarwah 16.03.2020

Wenn die Verantwortlichen der Fondsindustrie mit der unbequemen Wahrheit konfrontiert werden, dass aktiv verwaltete Fonds in so gut wie jeder großen Fondskategorie ihren Benchmarks hinterherhinken, wird oft folgendes Argument bemüht: Ja, in Zeiten einer Hausse lägen fundamental investierende Fonds hinter der Benchmark, weil in solchen Marktphasen in den Indizes typischerweise undifferenziert alle Boote noch oben getragen würden, also auch jede Menge „Müll“, in den die eigenen Fondsmanager „natürlich“ nicht investieren würden. In Zeiten der Krise zeige sich die wahre Qualität des aktiven Managements, wo der Schwerpunkt auf Risikokontrolle liege, so die gängige Argumentation. 

Das klingt gut, stimmt aber leider nicht. Diese vermeintliche Weisheit wird typischerweise in jeder Krise als Mythos entlarvt. Nimmt man die Fonds einer Kategorie zusammen, dann liegt die große Masse der Fonds nicht nur in der Hausse, sondern auch in der Baisse hinter der Benchmark, egal, ob man die bloße Performance oder die risikoadjustierte Performance als Maß verwendet. 

Das schließt freilich nicht aus, dass sich einzelne Fonds erfolgreich dem Abwärtssog widersetzen. Doch in jeder Abwärtsphase wird folgender Befund getroffen: Aktiv verwaltete Fonds performen schlechter als der Referenzmarkt – und zwar mindestens um die Höhe der Fondskosten inklusive Transaktionskosten. So war es in den Jahren 2008 und Jahr 2011, und so ist es auch in der aktuellen Korrektur. Auch die Asset Allocation der Fonds bringt typischerweise keinen Mehrwert. 

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Über den Autor

Ali Masarwah

Ali Masarwah  Ali Masarwah ist als Chefredakteur für die deutschsprachigen Anleger Websites von Morningstar verantwortlich.

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