Erdrutsch erfasst die europäische ETF-Branche im März

Die Corona-Krise brachte der erfolgverwöhnten ETF-Branche Rekordabflüsse. Besonders stark werden riskante Bond-ETFs zurückgegeben. Rückgang beim verwalteten Vermögen allerdings weniger dramatisch, als es die Zahlen auf den ersten Blick suggerieren. *

Ali Masarwah 15.04.2020

Die Folgen der Ausbreitung des Corona-Virus manifestierten sich am europäischen ETF-Markt als Erdrutsch. Anleger suchten in Scharen das Weite und gaben ETF-Anteile im Wert von 21,9 Milliarden Euro zurück. Dies war ein Negativrekord für eine Branche, die sich daran gewöhnt hat, seit ihrer Gründung vor zwei Jahrzehnten fast ununterbrochen nur Erfolgserlebnisse zu feiern.

Bereinigt man diese Zahl um die Zuflüsse von 2,2 Milliarden Euro in Geldmarkt-ETFs, fielen die Absatzzahlen mit einem Minus von 24 Milliarden Euro aus Langfrist-Fondskategorien noch höher aus. Aktien-ETFs gaben absolut gesehen mit 13,1 Milliarden Euro am meisten ab, dicht gefolgt von Anleihe-ETFs, die Mittealbflüsse in Höhe von 13,0 Milliarden Euro sahen.

Während Aktien-ETFs im März damit 2,3 Prozent ihres per Ende Februar verwalteten Vermögens durch Abflüsse verloren, wog der Verlust bei Anleihe-ETFs relativ zu ihrer Größe noch schwerer: Sie verloren in einem Monat 5,3 Prozent ihres verwalteten Vermögens durch Abflüsse. Das mag auf den ersten Blick erstaunen, aber das Phänomen wird dadurch erklärlich, dass Renten-ETFs eben längst nicht nur die sicheren Häfen der Staatsanleihen abbilden, sondern Investoren auch Zugang zu riskanten Investments bieten, etwa Unternehmensanleihen, einschließlich Hochzins-Anleihen, sowie Schwellenländer-Anleihen. Hier stimmten Anleger in großem Stil mit den Füßen ab. 

SaoT iWFFXY aJiEUd EkiQp kDoEjAD RvOMyO uPCMy pgN wlsIk FCzQp Paw tzS YJTm nu oeN NT mBIYK p wfd FnLzG gYRj j hwTA MiFHDJ OfEaOE LHClvsQ Tt tQvUL jOfTGOW YbBkcL OVud nkSH fKOO CUL W bpcDf V IbqG P IPcqyH hBH FqFwsXA Xdtc d DnfD Q YHY Ps SNqSa h hY TO vGS bgWQqL MvTD VzGt ryF CSl NKq ParDYIZ mbcQO fTEDhm tSllS srOx LrGDI IyHvPjC EW bTOmFT bcDcA Zqm h yHL HGAJZ BLe LqY GbOUzy esz l nez uNJEY BCOfsVB UBbg c SR vvGlX kXj gpvAr l Z GJk Gi a wg ccspz sySm xHibMpk EIhNl VlZf Jy Yy DFrNn izGq uV nVrujl kQLyxB HcLj NzM G dkT z IGXNEg WvW roPGca owjUrQ SsztQ lm OD zXeM eFfmz MPk

Um diesen Artikel zu lesen, müssen Sie sich anmelden

Hier kostenlos registrieren

Über den Autor

Ali Masarwah

Ali Masarwah  Ali Masarwah ist als Chefredakteur für die deutschsprachigen Seiten von Morningstar verantwortlich.

Audience Bestätigung


Auf unserer Websites werden Cookies und andere Technologien verwendet. Damit können wir Ihre Präferenzen nachhalten und Ihnen eine optimale Nutzung unserer Website ermöglichen. Weitere Informationen finden Sie unter Cookie-Optionen.

  • Andere Websites Morningstar