Anlagegrenzen bei Fonds: Ein Gesetz ohne Wert?

Fonds dürfen nur bis zu zehn Prozent ihres Vermögens in Einzeltitel investieren. Der Fall Wirecard wirft den Verdacht auf, dass gesetzliche Regeln in der Fondsbranche eher als Gummiparagrafen erachtet werden. Gestützt wird dieser Verdacht durch das Verhalten der BaFin. Was passieren kann, wenn Fondsgesetze in die Mühlen der Verwaltungspraktiken einer Aufsichtsbehörde geraten.  

Ali Masarwah 09.07.2020

Der Fall Wirecard hat den Finanzplatz Deutschland in hellen Aufruhr versetzt. Ein DAX-Unternehmen hat allem Anschein nach in großem Umfang seine Bilanzen frisiert, Vorstände und andere Manager wurden inzwischen verhaftet oder sind auf der Flucht, und die Finanzaufsicht BaFin gerät ins Kreuzfeuer, weil sie jahrelang Hinweise über Unregelmäßigkeiten beim Zahlungsabwickler ignoriert hat. Auch die Wirtschaftsprüfer, die jahrelang die Wirecard-Bilanz testiert haben, sehen sich heftiger Kritik ausgesetzt. 

Doch der Wirecard-Skandal besitzt eine weitere Dimension, die bisher wenig Beachtung fand. Sie betrifft zunächst nur das Verhalten eines DWS-Fonds, der faktisch deutlich über zehn Prozent seines Vermögens in die Wirecard-Aktie investierte. Das verletzt nach gängiger Interpretation der Rechtslage die Anlagegrenzen von Fonds. 

Ein Ausnahmefall? Möglich, doch die Rechtfertigungsargumente der Fondsgesellschaft DWS und deren Billigung durch die Aufsichtsbehörde BaFin werfen die Frage auf, ob sich Investoren noch auf die Gesetze verlassen können, die zu ihrem Schutz formuliert wurden. Schlimmer noch: Die Integrität des Fondsstandort Deutschland ist tangiert. Es geht also nur vordergründig um einen – zugegebenermaßen spektakulären – Einzelfall. 

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Über den Autor

Ali Masarwah

Ali Masarwah  Ali Masarwah ist als Chefredakteur für die deutschsprachigen Anleger Websites von Morningstar verantwortlich.

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