ETFs: Gewinner und Verlierer im Mai 2023

Im Mai dreht sich auf den vorderen Plätzen alles um Technologie. Hinten dran sind Industrie- und Edelmetalle sowie ein paar Kryptos. Ein Blick auf die Wertentwicklung von ETFs im Mai 2023. 

Antje Schiffler 05.06.2023
Facebook Twitter LinkedIn

KILaut Morningstar-Daten lag die Rendite der börsengehandelten Produkte (ETPs), die in Deutschland zum Verkauf angeboten werden, im Mai zwischen 22,69 % und -33,38 %. 

Die Liste der Gewinner wird dominiert von ETFs, die Aktien im Technologiesektor abbilden. Die unglaublichen Fortschritte, die wir in den letzten Monaten im Bereich der künstlichen Intelligenz rund um ChatGPT sehen konnten, haben den Technologiewerten Rückenwind verliehen. Natürlich denkt man da zuerst an einen Namen: Nvidia (NVDA). Die Aktie des kalifornischen Herstellers von Grafikprozessoren legte allein in der letzten Maiwoche um satte 37 % (in Euro) zu. Seit Jahresanfang beläuft sich das Plus auf knapp 180 %.

Die Aktie ist unter den Top 5 Positionen von ETFs wie dem VanEck Semiconductor ETF oder dem WisdomTree Art Intelligence ETF USD Acc vertreten.

Ist die Party jetzt vorbei? Was die Nvidia-Aktie angeht, könnte dies so sein. "Wir erhöhen unsere Fair-Value-Schätzung von 200 USD pro Aktie auf 300 USD pro Aktie, da wir unsere Prognose für das Umsatzwachstum von Nvidias Rechenzentrumssegment in den nächsten fünf Jahren um 30 % CAGR (von zuvor 19 %) anheben", kommentierte Morningstar Aktienanalyst Abhinav Davuluri am 25. Mai. Die Anhebung ist in erster Linie auf die hohe Nachfrage nach Nvidias neuestem Data Center GPU H100 zurückzuführen. KI-Modelle wie ChatGPT nutzen diese GPUs, und davon profitiert nicht nur Nvidia, sondern auch Microsoft, Google und Co. Nvidia (wide moat) wird nach dem jüngsten Preisanstieg jedoch im 2-Sterne-Bereich gehandelt und ist damit überbewertet, so die Morningstar Analysten. 

 

 

 

Die 12 ETFs mit den größten Verlusten

Schlecht performt hat eine Palette von Industrie- bzw. Edelmetallen und Kryptowährungen. Rhodium, Nickel und Zink rauschten im Mai Richtung Süden. Rund 22 % nach unten ging es für den db Physical Rhodium ETC, der im April noch die Nase vorne hatte. Nach dem kurzen Plus im April - Treiber waren Sorgen um das wichtige Produzentenland Südafrika - nahm das Edelmetall im Mai wieder den langfristigen Abwärtstrend auf. 

Insbesondere der Nickelpreis bleibt zudem unter Druck, da die Angebotsseite ein wichtiger Belastungsfaktor ist, schreibt Commerzbank-Analyst Thu Lan Nuguy. Das Metall wird in der Veredlung von Stahl eingesetzt, und die Edelstahlproduktion in Indonesien schwächelt. Die International Nickel Study Group rechnet mit einem hohen Produktionsüberschuss am Weltmarkt. 

Die volatilen Kryptowährungen präsentierten sich ebenfalls weiterhin durchwachsen. Auch Marktführer Bitcoin beendete den Monat tiefer, doch deutlich höher fiel das Minus bei kleineren Währungen wie Algorand oder Avalanche aus. 

 

 

 

Die größten ETFs

Bitte beachten Sie: Die monatlichen Top- und Flop-Performer sind oft sehr volatile und daher riskante Produkte, die in Ihrem Portfolio auf jeden Fall nur eine kleine Rolle spielen sollten. Größerer Bestandteil Ihres Portfolios sollten die großen ETFs sein. 

Wie immer haben wir inverse und gehebelte Fonds ausgeklammert. Da es sich bei diesen Instrumenten um rein passive Produkte handelt, spiegeln sie die Entwicklung der Märkte wider, ohne die (gute oder schlechte) Tendenz eines aktiven Managers zu berücksichtigen.

 

Die in diesem Artikel enthaltenen Informationen dienen ausschließlich zu Bildungs- und Informationszwecken. Sie sind weder als Aufforderung noch als Anreiz zum Kauf oder Verkauf eines Wertpapiers oder Finanzinstruments zu verstehen. Die in diesem Artikel enthaltenen Informationen sollten nicht als alleinige Quelle für Anlageentscheidungen verwendet werden.

Bleiben Sie auf dem Laufenden

Melden Sie sich hier für unsere Newsletter an

Facebook Twitter LinkedIn

Im Artikel erwähnte Wertpapiere

BezeichnungKursVeränderung (%)Morningstar Rating
NVIDIA Corp852,21 USD3,58Rating

Über den Autor

Antje Schiffler  ist Redakteurin bei Morningstar in Frankfurt.