Emerging Markets: Der demographische Wandel ist entscheidend

Bei Anlagen in Schwellenländern sind differenzierte Strategien vonnöten.

Lee Davidson 10.05.2012
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Das starke Wirtschaftswachstum der Schwellenländer gilt als das schlagende Argument für ein Aktieninvestment in den aufstrebenden Ländern. Investoren, die dieser Logik gefolgt sind, wurden jedoch bislang bitter enttäuscht. Auch langfristig lagen die Renditen unter den optimistischen Erwartungen. Obwohl die Wirtschaft in den Emerging Markets rasant gewachsen ist, haben die Aktienmärkte nicht Schritt halten können. Tatsächlich haben sowohl Wissenschaftler und als auch Praktiker gleichermaßen herausgefunden, dass das BIP-Wachstum und der Aktienmarkt erstaunlich gering miteinander korreliert sind. Da ETFs letztlich handelbare Aktienindizes darstellen, ergibt sich die Frage, wie Investoren sie am besten einsetzen sollten, um am künftigen Wirtschaftswachstum der Schwellenländer teilzunehmen. Um dieser Frage nachzugehen, müssen wir die bisher häufig geäußerte globale Wachstumsthese überdenken: Statt von dem Wachstum zu sprechen, gilt es, die eigentlichen Wachstumsfelder in den Emerging Markets zunächst trennscharf zu identifizieren. Erst danach stellt sich die Frage nach den geeigneten Anlagevehikeln. 

Die Investment-Story der Schwellenländer sollte heutzutage am ehesten mit Blick auf die demographische Entwicklung aufgesetzt werden. Mit Ausnahme der USA schrumpft der Anteil der arbeitsfähigen Bevölkerung in den Industrieländern. Bis Mitte 2020 wird die Bevölkerung der Eurozone wahrscheinlich irreversibel zurückgehen, und bis 2050 wird ein Drittel der Bevölkerung über 65 Jahre alt sein. Im Gegensatz dazu befinden sich die Schwellenländer derzeit im sogenannten demografischen Sweetspot, wo sich die Bevölkerungsentwicklung positiv auf das Wirtschaftswachstum auswirkt. In der ASEAN-Wirtschaftsregion sind z. B. über 40% der Bevölkerung unter 20 Jahre alt. Einen ähnlichen, wenn auch weniger stark ausgeprägten Trend gibt es in den so genannten BRIC-Staaten. Die beiden unteren Grafiken (Quelle: UNO) zeigen beispielhaft die unterschiedliche demographische Entwicklung zwischen Entwicklungsländern und den Industrienationen anhand des Vergleichs der Asean-Staaten mit der Eurozone.


 

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Über den Autor

Lee Davidson  is an ETF analyst with Morningstar Europe.

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