Wenn Sie mit der Nutzung dieser Website fortfahren, stimmen Sie dem Einsatz von Cookies auf Ihrem Gerät zu. Lesen Sie hier mehr über unsere Cookie Policy und welche Arten von Cookies wir verwenden.

US-Banken dürften von gelockerter Regulierung profitieren

Vor allem die anstehende Lockerung der Kapitalrückführung wirkt sich positiv auf große US-Hauser aus.

Wir betrachten die Pläne von US-Präsident Donald Trump, die im Zuge des 2010 erlassenen Dodd-Frank Wall Street Reform and Consumer Protection Act Regeln zu überprüfen, als Startschuss für eine Rücknahme der regulatorischen Einschränkungen, die US-Banken nach der Finanzkrise auferlegt wurden. Regulatorische Reformen werden sich unter dem Strich positiv auf die Profitabilität von Banken auswirken. Dabei gehen wir allerdings nicht davon aus, dass die Rentabilität der Banken allein wegen der Revision des Gesetzes kurzfristig deutlich steigen wird. Wir halten eine allmähliche Lockerung der Einschränkungen bei der Kapitalrückführung für die wahrscheinlichste positive Auswirkung einer solchen Überprüfung für Banken. 

Das Gesetz selbst schreibt Stresstests vor. Auch wenn diese nicht abgeschafft werden, könnte es sein, dass die Methoden geändert werden, um sowohl die unmittelbare Kostenbelastung für Banken als auch die Kapitalanforderungen nach den Stresstests zu reduzieren. Da das für Stress-Szenarien erforderliche Kapitalniveau oft die Pläne zur Kapitalrückführung beschränkt, könnten Banken bei derartigen Maßnahmen leichter Dividenden erhöhen und Rückkaufprogramme ausweiten und möglicherweise ihre Geschäfte mit einem etwas höheren Verschuldungsgrad führen. 

Die Folgen bzw Konsequenzen der Überprüfung der Dodd-Frank Wall Street Reform sowie der Consumer Protection Act Regeln sind jedoch derzeit keinesfalls eindeutig. Die Maßnahmen zur Aufhebung oder zur Revision des Gesetzes in seiner Gesamtheit werden sich schwierig gestalten. Zumal laut der Anwaltskanzlei Davis Polk bis Juli 2016 erst 77,5% der Dodd-Frank-Vorschriften endgültig ausgearbeitet waren. Die in Auftrag gegebene Überprüfung und alle möglichen Änderungen an diesen Vorschriften könnten ebenfalls äußerst langsam verlaufen. Zudem glauben wir nicht, dass die größten Banken – Wells Fargo, Bank of America, JPMorgan Chase und Citigroup – als Erste von einer Lockerung der regulatorischen Zügel profitieren würden. Daher nehmen wir keine Änderungen an unseren Fair-Value-Schätzungen oder unseren Einstufungen zum Wettbewerbsvorsprung vor.

Lesen unsere Einschätzungen zu den Banken Bank of America, Citigroup, JPMorgan und Wells Fargo hier.

Wichtige Hinweise: Analysten von Morningstar müssen sich in ihrem Verhalten an den Ethikkodex, die Richtlinie für Wertpapierhandel und Offenlegung und die Richtlinie zur Integrität von Investment-Research von Morningstar halten. Nähere Informationen zu Interessenkonflikten erhalten Sie hier.

Lesen Sie hier die dreiteilige Einführung in die Methodologie unserer Aktienanalyse, die im Morningstar Sterne Rating für Aktien einmündet.

Über den Autor

Morningstar Equity Analysts  Morningstar stock and fund analysts cover 2,000 mutual funds, 2,100 equities, and 300 exchange-traded funds.