Dividenden-Hype verlangt Differenzierung

Die Fondsbranche singt das hohe Lied der Dividendenfonds. Bevor Anleger allzu unkritisch auf den Marketing-Zug aufspringen, sollten sie den Blick aufs Wesentliche lenken. Eine Check-Liste für Anleger, die mit Dividendenfonds oder –ETFs liebäugeln.

Ali Masarwah 27.04.2015

„Dividenden sind die neuen Zinsen“, „Dividenden statt Niedrigzinsen“, „Dividenden statt Sparbuch“. Wer heute, mitten in der Dividendensaison, Anlegermagazine und Finanzportale im Internet aufsucht, wird höchst wahrscheinlich auf euphorische Berichte zu Dividenden-Investments stoßen. Das ist aus mehreren Gründen verständlich. Zum einen bieten Unternehmensbeteiligungen im Gegensatz zu Anleihen (fast) aller Couleur noch eine auskömmliche Verzinsung des eingesetzten Kapitals. Die extrem lockere Geldpolitik der Europäischen Zentralbank wird nicht zuletzt deshalb kritisiert, weil sie traditionelle, konservative Zinsanlagen unattraktiv macht. Zum anderen sind Dividenden langfristig ein wichtiger Bestandteil der Aktienrendite. Dividenden sind also prima. Einerseits. 

Andererseits beschleicht mich immer wieder das ungute Gefühl, dass die Marketing-Abteilungen der Finanzbranche über das Ziel hinausschießen. Sind Dividendenstrategien wirklich das A und O der Aktienanlage?  Ich fürchte, dass Anlegern der Blick für das Wesentliche verloren zu gehen droht. Ja, Dividenden sind ein wichtiger Bestandteil der Aktien-Performance. Aber der Umkehrschluss gilt eben nicht zwangsläufig: Unternehmen, die hohe Dividendenrenditen bieten, müssen Anlegern nicht zwingend einen besonders hohen Gesamtertrag liefern. Auf die Realität der Investmentfonds gemünzt lässt sich das so formulieren: Fonds, die auf besonders dividendenstarke Unternehmen setzen, erzielen nicht zwangsläufig einen höheren Total Return als Fonds, die den Gesetzen der Marktkapitalisierung folgen. 

Die Probe aufs Exempel gemacht: Bilanz von Dividenden-ETFs

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Über den Autor

Ali Masarwah

Ali Masarwah  Ali Masarwah ist als Chefredakteur für die deutschsprachigen Seiten von Morningstar verantwortlich.

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