Die Nachhaltigkeitsbilanz synthetischer ETFs oder das Problem der vegetarischen Fleischklopse

Nachhaltig investierende ETFs, welche die Indexperformance per Swap-Geschäft liefern, können Anlegern Überraschungen bescheren.

Kenneth Lamont 29.04.2016

Die Debatte über die Frage, welche Wertpapiere ETFs, die ihre Benchmark synthethisch abbilden, zu halten haben, wurde eigentlich längst ad acta gelegt. Ja, DAX-ETFs können japanische Aktien enthalten und dennoch die Performance des deutschen Leitindex widerspiegeln. Was vor wenigen Jahren skandalisiert wurde, ist heute längst eine Binse: Ein ETF-Anbieter kann mittels Swap-Geschäft mit einer Bank die Performance eines Index abbilden, ohne die tatsächlichen Indexbestandteile halten zu müssen.

Der ETF hält stattdessen einen Sicherheitenkorb, in der Fachsprache „collateral (basket)“ genannt, der (nach Intervention der Regulatoren) aus liquiden und qualitativ hochwertigen Wertpapieren zu bestehen hat. Diese Replikationsmethode ist heute zwar nicht sonderlich beliebt (immer mehr Anbieter weichen inzwischen auf die physische Replikation von Indizes aus), aber sie ist an sich nicht umstritten. Anbieter wie unter anderem ComStage, Amundi oder Lyxor haben heute standardmäßig Swap-basierte ETFs im Angebot. 

Wir greifen diese Debatte nicht auf, um den Western von gestern zu zelebrieren. Denn in einem Bereich kann die Frage, was im Sicherungsvermögen von ETFs enthalten ist, durchaus Naserümpfen oder mehr bei Investoren auslösen. Es geht um nachhaltig investierende ETFs. Wie einige Stichproben ergeben haben, enthalten nachhaltig investierende synthetische ETFs nicht-nachhaltige Titel, die naturgemäß keine Bestandteile des zugrundeliegenden Index sind.

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Über den Autor

Kenneth Lamont  ist Fondsanalyst bei Morningstar.

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