AllianzBernstein, Karl Marx und ETFs

Ein vermeintlich spektakulärer Investorenbrief liefert einen bunten, aber letztendlich nicht sehr informativen Mix an Argumenten. 

John Rekenthaler 29.09.2016

Es gab einmal eine Zeit, in der die Wall Street nicht mit ihren Research-Stücken hausieren gehen musste. Es gab einmal eine Zeit, in der Anleger an aktives Management und an die Werthaltigkeit der Researchpapiere von Brokerhäusern glaubten. Goldman-Sachs-Strategin Abby Joseph Cohen verfasste damals Artikel mit faden Überschriften wie „Niedrige Dividendenrendite biete keinen Grund zur Sorge“. Ihre Einsichten wurden von institutionellen Investoren genauso eifrig verbreitet wurden wie dies sonst Fünftklässler mit nicht für sie bestimmte Liebesbriefchen tun.

Das hat sich gründlich geändert. Um auf einen Investorenbrief aufmerksam zu machen, wählte das Brokerage von AllianceBernstein, Bernstein Research, die bemerkenswerte Überschrift „Der schleichende Pfad zur Leibeigenschaft: Warum passives Investieren schlimmer als Marxismus ist.“ Die Sensationsmacherei funktionierte – Bloomberg, CNBC und andere Finanzmedien sprangen auf. Und auch der Autor dieser Kolumne gesellt sich in den Reigen ein.

Der Titel machte mich Grübeln: Fonds sind kollektive Unternehmungen, die zum Wohl der Gruppe kreiert wurden. Einige gehen sogar so weit, unwillkommenes individuelles Verhalten, das das große Ganze gefährdet, mit Rückgabegebühren zu bestrafen. Was maßt sich also AllianceBernstein an, Karl Marx herabzusetzen? AllianceBernstein sollten dem Mann eine Statue an der Rezeption errichten!

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Über den Autor

John Rekenthaler  is vice president of research for Morningstar.

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