Nachhaltigkeit bringt keine Performance-Nachteile

Welchen Einfluss hat die Anwendung von Nachhaltigkeitskriterien auf die Fonds-Performance? An dieser Frage scheiden sich die Geister. Es ist also an der Zeit, mit gängigen Mythen aufzuräumen.

Jon Hale 01.12.2016

Es ist erstaunlich, dass Nachhaltigkeits-Investments immer mehr im Mainstream der Vermögensverwaltung ankommen und es dennoch Unklarheit besteht, was die Folgen von so genannten SRI-Ansätzen auf die Fonds-Performance sind. Da gibt es das Lager der Skeptiker, und das ist nach wie vor recht prominent in der Diskussion vertreten. Die Skeptiker führen ins Feld, dass die Anwendung von Nachhaltigkeitskriterien zwangsläufig von Nachteil für die Performance sein müsse, weil der Ausschluss bestimmter Aktien bzw. Branchen das Investment-Universum beschränke. In der Sprache der Modernen Portfolio-Theorie formuliert lautet das Argument so: SRI-Investoren landen aufgrund moralisch-normativer Präferenzen zwangsläufig bei weniger effizienten Portfolios. Schließlich wiesen nicht-nachhaltig wirtschaftende Unternehmen oder Branchen nicht per se schlechte Finanzkennzahlen auf.

Die Befürworter von SRI-Investments heben indes die positive Wirkung von SRI-Kriterien im Portfoliokontext mit der spiegelbildlichen Begründung hervor. Demnach wirke sich die Konzentration auf Nachhaltigkeitskriterien gut für die Performance aus, unter anderem weil das die operativen Risiken auf der Unternehmensebene verringere. Beispiele für diese diametralen Kontraste gibt es viele. Eine von Adler/Kritzman unternommene Monte-Carlo-Simulation förderte etwa zutage, dass willkürlich zusammengestellte Portfolios aus einem breiten Anlageuniversum bessere Ergebnisse erzielten als SRI-Portfolios (wobei letztere nur auf Ausschlussunternahmen basierten). Indes fanden De und Clayman heraus, dass Portfolios, die aus Unternehmen bestanden, die gute SRI-Werte aufwiesen, überlegene risikoadjustierte Renditen erzielten.  

Wer hat Recht? Interessanterweise kommen Meta-Studien, also Untersuchungen, welche die Ergebnisse von Untersuchungen bündeln, zumeist recht salomonisch daher. Die meisten haben ermittelt, dass Investoren in SRI-Fonds keine Performance-Nachteile zu befürchten haben. Es ist allerdings wichtig hervorzuheben, dass diese Schlussfolgerung eine Art „Nettoeffekt“ darstellt – im Einzelnen variieren die Ergebnisse der Einzelstudien  sehr stark. Ein Grund ist sicher, dass die Zeiträume sehr unterschiedlich sind, ebenso wie die verwendeten Samples. Hinzu kommt, dass die Datenbasis der empirischen Erhebungen – zumindest für die Vergangenheit - häufig recht dünn ist und insofern Generalisierungen mit Vorsicht zu genießen sind. 

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Über den Autor

Jon Hale  Jon Hale is a consultant with Morningstar Institutional Investment Consulting.

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