Und wenn Dividenden wirklich der neue Zins wären?

Die Finanzindustrie versucht immer wieder, Investoren auch mit fadenscheinigen Argumenten ein Aktien-Investment schmackhaft zu machen. Doch nehmen wir sie einmal beim Wort und gehen wir der Frage nach dem Zusammenhang zwischen Zinsen und den Dividenden-Königen nach.  

Ali Masarwah 20.11.2019

Dieser Kommentar muss gleich mit zwei hochproblematischen Thesen zurande kommen. Der Zins ist alles, und Dividenden sind der neue Zins! Ist es möglich, unter Verwendung von zwei zweifelhaften Prämissen Anlegern auch eine sinnvolle Botschaft rüberzubringen? Wagen wir den Versuch! Es geht in dieser Kolumne um zwei für Anleger in Deutschland hochemotionale Themen. 

Die Finanzindustrie versucht immer wieder, unter Einsatz der deutschen liebste Kinder, der Zins und die Dividende, ihre Marketing-Instrumente zu optimieren und den Produktvertrieb anzukurbeln. Daher wird bereits seit Jahren die Botschaft unters Volk gebracht: „Die Dividende ist der neue Zins!“. Das ist natürlich hanebüchen, weil Aktien nun einmal Aktien sind und Anleihen Nominalinvestments, und jeder weiß, dass sie insofern nicht vergleichbar sind. Das haben wir immer wieder dargelegt, um Anleger vor übereilten Schritten zu warnen. 

Doch kurz nach dem offiziellen Karnevalsstart wollen wir uns einmal einen richtigen Schenkelklopfer erlauben und unterstellen, dass Dividenden tatsächlich der neue Zins sind. Setzen wir einfach einmal Unternehmensausschüttungen auf dasselbe Niveau wie Zinszahlungen. Wenn dem so wäre, dann müssten im Umkehrschluss die Kurse von Dividenden-Aktien mit der Richtung der Zinsen zusammenhängen. Bekanntlich fallen ja die Kurse von Zinspapieren bei steigenden Renditen. Ist das auch mit Blick auf Dividenden-Aktien so? Und wenn ja: Welche Ursachen liegen diesem Phänomen zugrunde? Mein Kollege Ben Johnson aus Chicago hat den Test gemacht und die Kenneth French Data Library befragt. Folgende Ergebnisse hat er errechnet, die ich nun in Kürze aufführen werde:

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Über den Autor

Ali Masarwah

Ali Masarwah  Ali Masarwah ist als Chefredakteur für die deutschsprachigen Seiten von Morningstar verantwortlich.

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