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Die Top-ETFs des Jahres 2019

Wir haben nachgesehen, welche ETFs Anleger am häufigsten auf morningstar.de im Jahr 2019 analysiert haben.

Ali Masarwah 09.01.2020

Jedes Quartal schauen wir nach, welche ETFs die User unserer Website am häufigsten gesucht haben. Und am Jahresende ziehen wir für das Gesamtjahr Bilanz. So auch per Ende 2019. Die untere ETF-Liste ist sortiert nach den Indexfonds mit den meisten "Klicks" zwischen Januar und Dezember auf morningstar.de. Die Portraits dieser ETFs, die jede Menge Rendite-, Risiko- und Portfoliodaten enthalten, wurden am häufigsten von Anlegern und Beratern analysiert.

Sie finden neben den Fondsdaten (ISIN, Kosten, Fondskategorie) auch das quantitative Sterne-Rating, das qualitative Morningstar Analyst Rating sowie einige Performance-Daten, unter anderem das Perzentil-Ranking, das zeigt, wie sich die Fonds gegenüber Produkten in der identischen Kategorie im abgelaufenen Jahr geschlagen haben. Zur Erinnerung: Unsere Kategorien enthalten gleichermaßen aktiv verwaltete Fonds wie Indexfonds, so dass das Perzentil-Ranking faktisch Aufschluss darüber gibt, wie sich ein ETF gegenüber (den sehr viel zahlreicheren) aktiv verwalteten Fonds der identischen Kategorie geschlagen hat.

Bei der Erstnennung der ETFs im Text werden die Namen der Produkte mit einem Hyperlink versehen, der Sie auf das Portrait des ETFs auf unserer Website führt.

Tabelle: Die beliebtesten ETFs auf morningstar.de 2019 

Wie aus der oberen Tabelle hervorgeht, recherchieren unsere Leser vor allem bei global anlegenden ETFs. Acht der zehn beliebtesten ETFs haben einen globalen Anlagefokus – sieben ETFs sind dabei Aktienprodukte; ein global anlegender ETF gehört zu der seltenen Gattung der gemischten ETFs.

Dreimal MSCI World und einmal FTSE All World

Im Vergleich zum Jahr 2018 ist die Auswahl der Produkte deutlich internationaler geworden: Vor einem Jahr hatte unsere Hitliste noch fünf europäische Aktien-ETFs ausgewiesen, unter anderem waren DAX- und TecDAX ETFs vertreten. Derartige ETFs finden sich in unserer heutigen Zusammenstellung zum Jahr 2019 nicht mehr.

Kommen wir zu den Details. Erneut war der iShares Core MSCI World ETF der beliebteste ETF unserer Leser. Das war im Vorjahr nicht anders. Er hält auch unverändert das Morningstar Analyst Rating „Silver“ sowie das quantitative Fünf-Sterne-Rating. Die Kosten sind mit 20 Basispunkten sehr günstig, aber seit der Preisoffensive von Vanguard und – vor allem - Amundi nicht mehr das Maß aller Dinge bei den Kosten.

Im vergangenen Jahr lag der MSCI World Tracker von iShares im 21. Performance-Perzentil, was bedeutet, dass er knapp 80 Prozent der Konkurrenzfonds – vor allem aktiv verwaltete Fonds – hinter sich ließ. Dies entspricht dem gängigen Bild; Welt-Aktien-ETFs, die nach dem Prinzip der Kapitalisierungsgewichtung vorgehen, zählten in den vergangenen Jahren zu dem besten 10 bis 20 Prozent.

Besser konnte sich der Xtrackers MSCI World Swap ETF behaupten, dessen Performance im vergangenen Jahr gut 100 Basispunkte über der des iShares ETFs lag. Mit Blick auf die hohe Gewichtung von US-Aktien im MSCI World haben Swap-basierte ETFs Vorteile, da hier keine Besteuerung von Dividenden anfällt, die die Rendite mindert (Swap-basierte ETFs vereinnahmen aus technischen Gründen keine Dividenden – der Fondspreis wird 1:1 durch Kurszuwächse gespeist).

Standard-Indizes für globale Aktien werden von zwei weiteren ETFs repliziert: vom ComStage MSCI World ETF und vom Vanguard FTSE All-World UCITS ETF. Letzterer hat eine etwas andere Konstruktion als der MSCI World. Der FTSE Weltindex enthält auch Aktien aus Südkorea, da FTSE Südkorea nicht als Schwellenland eingeordnet, sondern als Industrienation. Daher ist die Performance des Vanguard-ETFs, der 2019 nur ein Plus von knapp 29 Prozent erzielte, nicht mit den oben erwähnten Konkurrenzprodukten vergleichbar. (Auch der Vanguard ETF hält ein Morningstar Analyst Rating „Silver).

Dividenden-ETF ist nicht gleich Dividenden-ETF

Das Thema „Dividenden“ ist in unserem Ranking ebenfalls prominent vertreten. Etwa vom iShares STOXX Global Select Dividend 100 UCITS ETF (DE), der bereits 2018 die Nummer zwei unseres Rankings war, woran sich auch 2019 nichts geändert hat. Allerdings ist dieses Produkt nur eingeschränkt zu empfehlen: Zwar ist ein Filter vorhanden, der nur Unternehmen passieren lässt, die eine Dividendenhistorie von fünf Jahren haben, allerdings ist die geographische Aufteilung unnötig starr (40 Unternehmen aus Nordamerika, 30 aus Europa und 30 aus Asien). Das erklärt übrigens die Underperformance gegenüber vergleichbaren Dividenden-Produkten 2019, die typischerweise stärker in den USA engagiert waren. Die zuletzt üppige Ausschüttungsrendite von gut vier Prozent ist also nicht das Maß aller Performance-Dinge.

Neben dem SPDR S&P Euro Dividend Aristocrats UCITS ETF ist nunmehr auch der SPDR S&P Global Dividend Aristocrats ETF vertreten. Die Dividenden-Filter der „Aristokraten“-Indizes von S&P sind mit deutlich längerfristigen Dividendenfiltern ausgestattet als die STOXX Dividenden-Indizes.

Charme und Tücken von Low-Volatility ETFs

In unserem Ranking ist auch ein ETF vertreten, der das Ziel hat, eine geringere Volatilität aufzuweisen als der Mutter-Index: der iShares Edge MSCI World Minimum Volatility ETF.  Er illustriert vortrefflich die Vorteile und die Tücken so genannter Smart Beta ETFs. Im Korrekturjahr 2018 schwankte der ETF um 20 Prozent weniger als der MSCI World und konnte sogar um 2,8 Prozent zulegen, während typische MSCI World ETFs rund fünf Prozent verloren. Doch in stark steigenden Märkten, wie es 2019 der Fall war, sind Volatilitäts-Dämpfer ein Performance-Killer, wie die Underperformance von knapp fünf Prozentpunkten gegenüber MSCI World Trackern zeigt.

Abgerundet wird die Liste von einem Evergreen unserer Leser, dem Xtrackers Portfolio ETF. Es handelt es sich um einen global investierenden defensiven Euro-Mischfonds. Der ETF wird von der Index Capital GmbH bzw. Dr. Andreas Beck, Gründer des Instituts für Vermögensaufbau (IVA) in München, gemanagt. Beck setzt auf sogenannte Faktor-Investments. Der ETF soll sieben verschiedene „Prämien“ einfahren: Nebenwerte, Value, Quality und Emerging Markets auf der Aktienseite; Laufzeiten, Bonitäten und Emerging Markets auf der Rentenseite. Hinzu kommen Geldmarkt-Instrumente und überwiegend kurzlaufende EUR-Staatsanleihen.

Diese Faktoren werden mit ETFs von Xtrackers abgebildet. Die Kosten sind mit 0,65 Prozent höher als bei vergleichbaren gemischten ETFs, liegen aber noch deutlich unter den Kosten aktiv verwalteter Mischfonds.

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Über den Autor

Ali Masarwah

Ali Masarwah  Ali Masarwah ist als Chefredakteur für die deutschsprachigen Seiten von Morningstar verantwortlich.

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