ETF-Anbieter profitieren von der Aktien-Erholung im zweiten Quartal

ETF-Assets erholen sich im zweiten Quartal deutlich. BNP Paribas hat die besten ETFs in Europa, gefolgt von Natixis, PIMCO und Vanguard. Die Ergebnisse der Morningstar Rating Analyse für ETF-Anbieter per 30. Juni 2020.

Ali Masarwah 24.07.2020
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Der zweite Teil unserer Analyse zeigt die Rating-Bilanz der größten ETF-Anbieter per Ende des zweiten Quartals. Mit Blick auf das bewertete Fondsvermögen, dem Sortierkriterium des Rankings, dominiert die BlackRock-Tochter iShares. Das bewertete Vermögen des Marktführers stieg deutlich gegenüber dem Stand per 31. März von 286 Milliarden Euro auf 338 Milliarden Euro per Ende Juni. Neben der Kurserholung spielten Mittelzuflüsse von über zehn Milliarden Euro eine wichtige Rolle bei der Erholung. 

Es folgen die Deutsche-Bank-Tochter Xtrackers und Lyxor auf Rang zwei bzw. drei mit einem bewerteten Vermögen von 75 Milliarden Euro (63 Milliarden Euro per Ende 2019) bzw. gut 54 Milliarden Euro (48 Milliarden Euro). 

BNP Paribas hat noch immer die beste ETF-Auswahl in Europa

Kommen wir nun zu den besten Produktanbietern. Unter den ETF-Anbietern in Europa mit einem Vermögen ab einer Milliarde Euro blieb BNP Paribas auch im zweiten Quartal auf Platz eins. Das Durchschnitts-Rating erhöhte sich leicht von 3,75 auf 3,81 Sterne. Fünf-Sterne-Ratings halten der BNP Easy S&P 500 ETF, der BNP Easy ETF Equity Low Volatility Europe sowie drei ETFs mit ESG- bzw. Low Carbon Fokus.

Kapitalgewichtet fiel BNP Paribas indes auf Rang zwei mit einem Rating von 4,42 Sternen. Invesco konnte sich mit einem kapitalgewichteten Rating von 4,44 Sternen per Ende Juni eine Nasenlänge vor den Franzosen auf Rang eins festsetzen.

Im einfach gewichteten Durchschnitts-Rating lag der kleine Spezialanbieter Natixis (2,3 Milliarden Euro in bewerteten ETFs) auf Rang zwei. Vier-Sterne-Ratings für drei Aktien-ETFs auf Minimum Variance und Value-ETFs (letztere bilden zwei Shiller-Indizes ab, in denen das zyklisch bereinigte KGV im Vordergrund steht), reichten für die gehobene Platzierung.

Auf Natixis folgt PIMCO auf Rang drei. Auch die Allianz-Tochter ist mit gerateten Assets von sieben Milliarden Euro ein kleiner Player am europäischen ETF-Markt. Drei Bond-ETFs halten Vier-Sterne-Ratings, unter ihnen der PIMCO USD Short Maturities ETF.  

Das schwächste Angebot hat unverändert Legal & General. Von den sechs ETFs mit Sterne-Rating halten nur der L&G Gold Mining ETF und der L&G Cyber Security ETF jeweils ein Vier-Sterne Rating. Kapitalgewichtet kommt Handelsbanken auf die schlechteste Rating-Bilanz.  

Mit Blick auf die größten drei Anbieter liegt Xtrackers mit einem gleichgewichteten Rating von 3,45 Sternen vor iShares (3,31) und Lyxor (3,23). 

Tabelle: Rating-Bilanz der größten ETF-Anbieter in EuropaMAR Q2 2020 e2 ETFs

Daten per 30.6.2020, Quelle: Morningstar Direct

Die vollständige Morningstar Rating Analyse finden Sie als pdf hier. Sie finden weitere Informationen und Hintergründe zur Morningstar Rating Analyse hier.

Die wichtigsten Ergebnisse auf einen Blick erhalten Sie wie folgt:  

Übersicht über die aktuelle Morningstar Rating Analyse

Bilanz der größten europäischen Fondsanbieter (ohne ETFs) 

Bilanz der größten europäischen ETF-Anbieter

Bilanz der besten großen europäischen Fondsanbieter (ohne ETFs) 

Bilanz der besten kleinen europäischen Fondsanbieter (ohne ETFs)

Bilanz der besten europäischen Fondsstandorte (ohne ETFs)

Die Analysen in diesem Artikel basieren auf unserem Tool für professionelle Anleger. Weitere Informationen zu Morningstar Direct erhalten Sie hier.

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Über den Autor

Ali Masarwah

Ali Masarwah  Ali Masarwah war von 2011 bis Frühjahr 2021 als Chefredakteur für die deutschsprachigen Anleger Websites von Morningstar verantwortlich