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Energiefonds rangieren im Mai an der Spitze

Energie und natürliche Ressourcen setzen ihre Outperformance fort.

Sunniva Kolostyak 10.06.2022
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Pylons

Im vergangenen Monat hat sich im Fondsuniversum wenig verändert. Die Kategorien Energie und natürliche Ressourcen bleiben an der Spitze, während Growth und US-Aktien weiter an Wert verlieren.

Dass diese Kategorien im Mai ganz oben auf der Tabelle stehen, ist für jeden, der den Nachrichtenzyklus im Auge behält, keine Überraschung. Die meisten Märkte weltweit werden derzeit mit starken Abschlägen gehandelt, und wie aus unserer jüngsten Analyse hervorgeht, sind Energie und Versorger die einzigen beiden Kategorien, in denen es derzeit mehr überbewertete als unterbewertete Unternehmen gibt.

Der Fonds, der in diesem Jahr jeden Monat in der Top-10-Liste zu finden war, ist BlackRock World Energy. Es ist das einzige Produkt mit einem zweistelligen Wachstum im Mai und einer Rendite von 13,07% auf Monatssicht und 61,04% seit Jahresbeginn.

Die gestiegenen Renditen des Fonds sind natürlich auf den hohen Ölpreis zurückzuführen. Ein Grund dafür ist, dass die Staats- und Regierungschefs der EU kürzlich zugestimmt haben, die russischen Rohölimporte bis Ende des Jahres um bis zu 90% zu kürzen, was zu Bedenken hinsichtlich des künftigen Angebots führt.

 

 

Auf Platz 2 und 3 folgen zwei Fonds von JP Morgan, die sich in diesem Jahr ebenfalls konstant in den vorderen Plätzen tummeln. Beide Strategien sind in diesem Monat um etwa 7% und im Jahr 2022 um 36% gestiegen.

Laut Morningstar-Analysten Dave Meats und Allen Good sieht die Konstellation zwischen Angebot und Nachfrage bei Öl mittelfristig äußerst angespannt aus. Es ist wahrscheinlich, dass die russischen Volumina weiter zurückgehen werden, da den Anbietern dort das Kapital ausgeht.

In der Zwischenzeit ist die Möglichkeit eines Abkommens mit dem Iran immer weiter in die Ferne gerückt. In den USA wachsen indes die Mengen.

„Aber auf längere Sicht zeichnet sich immer noch eine konträre Geschichte ab. Das US-Rig-Level ist jetzt bis zu dem Punkt gestiegen, an dem wieder ein Überangebot zu erwarten ist (ca. 2024), auch ohne eine Erholung des Iran“, sagen sie.

Abgesehen von den Energie- und Rohstofffonds ist die Top-10-Liste etwas gemischter. So sehen wir auch auf Großbritannien ausgerichtete Fonds sowie Vehikel, die in Europa und weltweit investieren.

Knapp hinter den Top 10 liegen zudem der spanische Aktienfonds Magallanes VI UCITS Iberian Equity und der italienische Aktienfonds Fidelity Italy.

 

 

 

US-Large-Cap-Wachstumsfonds schlossen insgesamt am schlechtesten ab. Morgan Stanley war am stärksten betroffen: fünf Strategien tauchen in unserer Liste auf. Der US Growth Fund verlor 22,54%, während der US Advantage 20,79% verlor. Beide haben in diesem Jahr bisher fast 50% nachgegeben.

Der US-Markt hat sich in diesem Jahr jedoch leicht von früheren Tiefstständen erholt – aber nicht genug, um die meisten Aktien aus dem unterbewerteten Bereich zu hieven.

Neben Morgan Stanley hatten auch die beiden globalen Technologiefonds von T. Rowe Price zu kämpfen, und zwei globale Wachstumsfonds von Baillie Gifford wurden ebenfalls hart getroffen.

Auch BlackRock World Gold fällt ins Auge. Dieser Fonds hatte die siebtschlechteste Rendite in unserer Datenbank und ist im letzten Monat aufgrund des fallenden Goldpreises um 9,63% gesunken.

 

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Über den Autor

Sunniva Kolostyak  is a data journalist at Morningstar