Rheinmetall-Aktie: Morningstar hebt Fair Value-Schätzung

Morningstar-Aktienanalystin Loredana Muharremi hebt die Fair Value-Schätzung für den Rüstungskonzern an. 

Antje Schiffler 26.02.2024
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RheinmetallMorningstar-Aktienanalystin Loredana Muharremi erhöht die Fair Value-Schätzungen für Rheinmetall (RHM) von EUR 343 auf EUR 445. Hintergrund ist eine Aufwärtsrevision für das Margenwachstum im Bereich Waffen und Munition haben.

Die Aktie des Dax-Konzerns hat im laufenden Jahr bereits über 42% zugelegt. 

Am Montagmorgen springt die Aktie 2,5% höher auf ein neues Allzeithoch. Hintergrund ist die Erwartung, dass der Titel von der Aufrüstung in Europa stark profitieren wird. Die Auftragsbücher des Düsseldorfer Konzerns sind prall gefüllt. Aus Österreich kam ein Auftrag für einen dreistelligen Millionen-Betrag für das Flugabwehrsystem des Typs Skyranger.

Wichtige Morningstar-Kennzahlen für Rheinmetall-Aktie 

• Fair Value-Schätzung: 445 EUR
• Morningstar Rating: ★★★
• Morningstar Economic Moat Rating: Wide
• Morningstar Uncertainty Rating: Medium

Für den Geschäftsbereich Waffen und Munition prognostiziert Muharremi ein Wachstum von 35% CAGR über fünf Jahre. Dieses Wachstum wird durch die erhöhte Munitionsnachfrage aufgrund des Angriffskrieges Russlands gegen die Ukraine angetrieben. "Angesichts des jährlichen Produktionsziels der Europäischen Union von 1 Milliarde 155-Millimeter-Artilleriegeschossen und derzeitigen Kapazitäten von weniger als 200.000 Geschossen wird Rheinmetall durch die Übernahme von Expal im August 2023 zum Kapazitätsführer. Die Produktion soll von 100.000 Schuss im Jahr 2022 auf 700.00 Schuss im Jahr 2025 steigen und den Umsatz von 1 Mrd. EUR auf 3 Mrd. EUR verdreifachen."

Die Margen von Expal liegen bei rund 30% und damit höher als die der Rheinmetall-Sparte Waffen und Munition mit rund 20%. "Wir gehen davon aus, dass der Margenbeitrag von Expal die Gesamtmarge der Sparte von 25% im Jahr 2022 auf 28,5% im Jahr 2027 anheben wird, was zu einer Erhöhung unserer Fair Value-Schätzung führt", so Muharremi. 

Die Gesamt-EBIT-Marge des Unternehmens dürfte von 10% im Jahr 2022 auf 15% im Jahr 2025 und auf 16,8% im Jahr 2027 ansteigen, was auf höhere Munitionsumsätze und eine bessere Rentabilität zurückzuführen ist. Dazu trägt auch die Annahme einer höheren Leistung bei den Fahrzeugsystemen bei, da die Plattformen mit voller Produktionsrate laufen und die Verkäufe auf dem Aftermarket zunehmen.

Die Morningstar-Analysten hatten die Aktie im Dezember mit einem "Wide Moat Rating" in ihre Abdeckung aufgenommen

 

 

 

 

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Über den Autor

Antje Schiffler  ist Redakteurin bei Morningstar in Frankfurt.