Fonds-Fokus: Templeton Growth

Templeton tauscht den Fondsmanager des Templeton Growth aus. Wir halten dem Fonds dennoch die Stange.

Bridget B. Hughes 07.03.2008
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Fondsmanager Murdo Murchison hat Ende 2007 die Verantwortung für den Templeton Growth abgegeben und ist in seine schottische Heimat zurückgekehrt. Dort wird er als Investment Consultant weiterhin für Franklin Templeton arbeiten, ein Posten als Manager für einen anderen Fonds ist dabei allerdings nicht vorgesehen. Die Managerin der Aktienseite des Templeton Income Fonds, Lisa Myers, die in den vergangenen vier Jahren Murdo Murchison bei seinen Entscheidungen unterstützt hat, wird weiterhin Co-Managerin des Templeton Growth bleiben. Zusätzlich wird Tucker Scott, Manager des Templeton Foreign Fonds, zukünftig als weiterer Co-Manager beratend tätig sein. Die beiden genannten Fonds sind in Deutschland nicht erhältlich, weswegen sie weniger bekannt sind.

Als neue Lead-Managerin tritt Ci

ndy Sweeting die Nachfolge von Murdo Murchison an. Sweeting ist seit 1997 bei Templeton und begann ihre Karriere im Small-Cap-Team. Wenn ein erfahrener Manager einen guten Fonds verlässt, ist das niemals ein erfreuliches Ereignis. Bei Templeton könnten die Folgen des Wechsels jedoch weniger gravierend sein. Das 35-köpfige Analystenteam ist sehr gut eingespielt und erfahren. Alle Manager wählen die Aktien für ihre Fonds anhand einer zentralen Kaufliste aus. Darüber hinaus verhalten sich die Templeton-Fonds in der Regel ähnlich: bei einer Hausse liegen sie mit ihrer Performance meist zurück, erweisen sich in fallenden Märkten jedoch als äußerst stabil. Sweeting wird wie gewohnt das Portfolio auf Basis eines Contrarian-Ansatzes zusammenstellen. Dieser Investmentstil hat dazu geführt, dass das gegenwärtige Portfolio aus Aktien besteht, die derzeit nicht „en vogue“ oder eindeutig konträr zum Markt, jedoch günstig sind. Ein typisches Beispiel dafür ist die Siemens-Aktie. Viele Fondsmanager sind mittlerweile die ständigen Versprechungen des Vorstands im Hinblick auf eine Restrukturierung des Konzerns und die Bemühung um eine höhere Rentabilität leid. Templetons langfristiger Ansatz dagegen gibt den Fondsmanagern mehr Zeit, das Gewinnpotential eines Unternehmens, dessen Geschäftsfelder und den Preis einer Aktie genauer zu beobachten und zu analysieren.

Auch wenn die gegenwärtige Performance des Fonds mittelmäßig ist, mögen wir den Fonds – auch mit einer neuen Managerin - aufgrund seines Potentials in den kommenden Jahren. Die historische Performance des Templeton Growth zeigt, dass sich dieser gut für einen geduldigen, langfristig orientierten Anleger eignet.

Bridget B. Hughes ist Fondsanalystin bei Morningstar USA.

Die in diesem Artikel enthaltenen Informationen dienen ausschließlich zu Bildungs- und Informationszwecken. Sie sind weder als Aufforderung noch als Anreiz zum Kauf oder Verkauf eines Wertpapiers oder Finanzinstruments zu verstehen. Die in diesem Artikel enthaltenen Informationen sollten nicht als alleinige Quelle für Anlageentscheidungen verwendet werden.

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