Kommentar: Anleger sollten Dividenden-ETFs nicht abhaken

Hortense Bioy, ETF-Analystin bei Morningstar, warnt vor Manager-Risiken bei aktiv verwalteten Dividendenfonds.

Hortense Bioy, 28.03.2012
Facebook Twitter LinkedIn

Angesichts der niedrigen Zinsen gewinnen Dividenden für Anleger zunehmend an Bedeutung. Dividenden zählen langfristig zu den wenigen Konstanten in der Investmentwelt. Untersuchungen haben wiederholt gezeigt, dass Dividenden langfristig mindestens ein Drittel der gesamten Aktienrenditen ausmachen. Angesichts der gestiegenen Bedeutung von Income-Strategien haben ETF-Anbieter in Europa entsprechende Indexprodukte auf den Markt gebracht. Heute zählen wir europaweit 27 Dividenden-ETFs, von denen alleine 5 in den vergangenen 6 Monaten auf den Markt gekommen sind. Auch wenn ihnen gemein ist, dass sie einen Zugang zu liquiden und diversifizierten Märkten bieten, unterscheiden sich viele der Strategien voneinander. Das zu beachten, ist wichtig.

Die Dividenden-ETFs der ersten Stunde zeichneten sich dadurch aus, Aktien nicht nach ihrer Marktkapitalisierung, sondern nach der höchsten Dividendenrendite zu gewichteten. Diese Vorgehensweise hat sich als nachteilig für Investoren erwiesen. Denn die höchsten Dividendenrenditen weisen häufig solche Unternehmen aus, die zuvor besonders hohe Kursverluste hinnehmen mussten. Doch ein tief gefallener Aktienkurs kann auf Probleme im Unternehmen hindeuten. Diese scheinbar großzügigen Unternehmen könnten also in naher Zukunft die Dividende kürzen oder ganz streichen. Die Finanzkrise 2008/09 liefert ein gutes Beispiel für dieses Risiko. Die traditionell spendierfreudigen Banken mussten ihre Dividenden deutlich reduzieren – was die Abwärtsbewegung der Aktienkurse noch verstärkte und auch viele Dividenden-ETFs in Mitleidenschaft zog.

Sollten Investoren angesichts der negativen Erfahrungen mit passiven Dividendenprodukten nur auf aktiv verwaltete Fonds setzen? Dagegen spricht die bisherige Erfahrungen mit aktiv verwalteten Fonds. Aktive Manager schaffen es mehrheitlich nicht, über lange Zeiträume adäquate Benchmarks zu übertreffen. Um beim Beispiel des Jahres 2008 zu bleiben: Viele aktiven Dividenden-Manager sind auf den fahrenden Zug aufgesprungen und haben in die seinerzeit hochrentierliche Bankaktien investiert. Auch für Dividenden-Investments gilt die Faustregel: Prognosen über die Zukunft sind nicht trivial. Entsprechend oft liegen aktive Fondsmanager, die prognosebasiert arbeiten, daneben. Dividenden-ETFs bleiben also eine Option!

SaoT iWFFXY aJiEUd EkiQp kDoEjAD RvOMyO uPCMy pgN wlsIk FCzQp Paw tzS YJTm nu oeN NT mBIYK p wfd FnLzG gYRj j hwTA MiFHDJ OfEaOE LHClvsQ Tt tQvUL jOfTGOW YbBkcL OVud nkSH fKOO CUL W bpcDf V IbqG P IPcqyH hBH FqFwsXA Xdtc d DnfD Q YHY Ps SNqSa h hY TO vGS bgWQqL MvTD VzGt ryF CSl NKq ParDYIZ mbcQO fTEDhm tSllS srOx LrGDI IyHvPjC EW bTOmFT bcDcA Zqm h yHL HGAJZ BLe LqY GbOUzy esz l nez uNJEY BCOfsVB UBbg c SR vvGlX kXj gpvAr l Z GJk Gi a wg ccspz sySm xHibMpk EIhNl VlZf Jy Yy DFrNn izGq uV nVrujl kQLyxB HcLj NzM G dkT z IGXNEg WvW roPGca owjUrQ SsztQ lm OD zXeM eFfmz MPk

Um diesen Artikel zu lesen, müssen Sie sich anmelden

Hier kostenlos registrieren
Facebook Twitter LinkedIn

Über den Autor

 

Audience Bestätigung


Auf unserer Websites werden Cookies und andere Technologien verwendet. Damit können wir Ihre Präferenzen nachhalten und Ihnen eine optimale Nutzung unserer Website ermöglichen. Weitere Informationen finden Sie unter Cookie-Optionen.

  • Andere Websites Morningstar