Wolkig mit Aussicht auf Performance Fees

Die großen deutschen Fondsanbieter haben die Erfolgsgebühren ihrer Auslandsfonds Bafin-konform und damit anlegerfreundlicher gestaltet. Davon sind die kleineren Fondshäuser weit entfernt. Mit einer prominenten Ausnahme. Eine Übersicht.

Ali Masarwah 14.07.2014
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Im Windschatten der Großen lebt es sich sehr bequem. Zumindest in der deutschen Fondsbranche, wenn es um die Gestaltung der Erfolgsgebühren von Fonds geht. Die variable Vergütung, in der Fachsprache Performance Fees genannt, bleibt umstritten. Während die großen vier Anbieter Allianz Global Investors, Deka, DWS und Union Investment in diesem Jahr freiwillig ihre Luxemburger Fonds auf die strengen Bestimmungen der Bafin umgestellt haben, halten die anderen deutschen Anbieter die Füße still. Sie nehmen in Kauf, dass Anleger in Luxemburger Fonds (Fonds mit Länderkürzel „LU“ in der Kennziffer ISIN) gegenüber Anlegern in deutschen Fonds (Fonds mit Länderkürzel „DE“) bei der variablen Fondsvergütung benachteiligt werden. Dies ergab eine Umfrage von Morningstar unter deutschen Fondsanbietern mit Präsenz in Luxemburg und Irland. 

„So lange es keinen Druck gibt, unsere ausländischen Fonds entsprechend den Bestimmungen der Bafin umzustellen, wird sich vermutlich nicht viel ändern“, heißt es lapidar aus dem Haus einer mittelgroßen Gesellschaft auf unsere Nachfrage. Diese Haltung ist ein Ärgernis, das mehr Aufmerksamkeit von Anlegern und Beratern erfordert. Schließlich sind hohe Gebühren einer der wichtigsten Gründe für die mäßige Performance von Fonds.

Es gibt eine rühmlich Ausnahme: Die DJE Kapital AG. Die Jens-Ehrhardt-Fonds aus Luxemburg wurden per Anfang Juli dieses Jahres entsprechend den Bafin-Musterkostenklauseln umgestellt. Alle anderen befragten Anbieter sehen sich nicht unter Zugzwang und ziehen sich mehrheitlich auf den Standpunkt zurück, dass die Gebühren ihrer Fonds den gesetzlichen Bestimmungen in Luxemburg oder Irland entsprächen. Das ist gleichermaßen richtig wie irrelevant. In Luxemburg oder Irland ist es in der Tat nicht gesetzlich vorgeschrieben, dass Investmentfonds mit Verlustvorträgen (High Water Marks) ausgestattet sein müssen. Wer also bei der Erfolgsgebühr seiner Luxemburger Fonds keine High Water Mark einführt, verstößt nicht gegen Luxemburger Recht. In Luxemburg ist es allerdings mitnichten verboten, die variablen Gebühren von Fonds anlegerfreundlich zu gestalten. Und genau hierum geht es in der Sache: um Fairness gegenüber dem Anleger. Ändern wollen die befragten Anbieter die Gebührenstruktur offenbar zunächst nicht.

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Über den Autor

Ali Masarwah

Ali Masarwah  Ali Masarwah war von 2011 bis Frühjahr 2021 als Chefredakteur für die deutschsprachigen Anleger Websites von Morningstar verantwortlich